Im Vollrausch

Korngold: Das Wunder der Heliane
Freiburg | Theater

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Erich Wolfgang Korngolds «Tote Stadt», Karl Goldmarks «Königin von Saba», Ermanno Wolf-Ferraris «Schmuck der Madonna» – das waren seltene, gar abgelegene Titel auf der Opernbühne. Riccardo Zandonais «Francesca da Rimini» oder Francesco Cileas «L’Arlesiana» wurden auf dem Konzertpodium wiederbelebt. In der jungen Freiburger Tradition der Wiederentdeckungen war jetzt erneut Korngold am Zug, «Das Wunder der Heliane», abermals konzertant. Da ist ein Generalmusikdirektor – er heißt Fabrice Bollon – dabei, sich ein kleines Denkmal zu errichten.

Das Philharmonische Orchester Freiburg in Riesenbesetzung, mit sieben Schlagwerkern, 15 Bühnenmusikern, dazu Klavier, Celesta, Harmonium und Orgel. Obendrein 14 «seraphische Stimmen» und, von Bernhard Moncado exzellent vorbereitet, Opern- und Extrachor des Theaters sowie die Bachchoristen. Klar, Korngold schrieb keine Musik, die sich ängstlich duckt, sondern eine, die vernehmlich ihre Stimme erhebt, ein tönender Strom, eine Musik, die in tausend Farben schillert. Alles gerät Korngold unter der Hand zur Melodie, und er versteht es aufs Raffinierteste, diese Melodie zu «inszenieren», kunstvoll zu verknüpfen, zu variieren – ob sie nun tobt oder ob sie ...

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Opernwelt September/Oktober 2017
Rubrik: Panorama, Seite 63
von Heinz W. Koch

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