Im Fokus

So viel Moderne war lange nicht mehr in Salzburg. Markus Hinterhäuser, dem Musikerintendanten für einen Sommer, wurde im Vorfeld übel mitgespielt. Der Erfolg des Sommers 2011 ist sein persön­licher Triumph. Dazu gehört eine Rück­besinnung auf Nonos «Prometeo» und das postdrama­tische Musiktheater; Janáceks «Die Sache Makropulos», von Christoph Marthaler mit einer grandiosen Angela Denoke in Szene gesetzt und eine «Frau ohne Schatten», die Christof Loy und Christian Thielemann von allem Plunder befreien.

Bei Verdis «Macbeth» arbeiten erstmals Riccardo Muti und Peter Stein zusammen.

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Opernwelt September/Oktober 2011
Rubrik: , Seite 5
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Aus dem Steinbruch von St. Margarethen nahe Wien holten schon die Römer das Baumaterial für ihre Siedlung Carnuntum; später wurde mit dem dort gebrochenen Sandstein auch der Wiener Stephansdom gebaut. Mitte der 1990er-Jahre entdeckte man das Areal fürs Musiktheater und hält sich seitdem recht eng ans erweiterte Opern-ABC: «Aida» und «Carmen» kamen bereits mehrmals,...

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Nein, nicht auf die Autobahn. Wir entscheiden uns wieder für die Bundesstraße, gondeln lieber wieder mit 60 durch den Schwarz­wald, der ­einen auf die Unaufgeregtheit, die Beschaulichkeit von «Rossini in Wildbad» einstimmt. Dort ist alles beim Alten. Rauschte nicht die Enz mitten durch Park und Ort, herrschte am helllichten Mittag fast schon gespenstische...

Epischer Klang

Wagners vierteiliges Bühnenfestspiel «Der Ring des Nibelungen» ist längst kein Privileg der großen Häuser mehr. Warum das so ist, erklärt der Lübecker Opernchef Roman Brogli Sacher ganz unbefangen so: «Als Dirigent bin ich glücklich, einmal im Leben diesen Zyklus gemacht zu haben.» Seine Kollegen denken ebenso, sagen es vielleicht nicht so offen. Eine Aufführung...