Schwerer werden, leichter sein

Anne Teresa De Keersmaekers choreografisches (Musik-)Theater

Auch dieses Jahr hat Heiner Goebbels seine Vision eines Theaters fortgeschrieben, das jenseits der etablierten Schubladen von Oper, Ballett und Schauspiel nach neuen Formen sucht. Das schließt Performances und Tanzstücke ebenso ein wie ­Video- und Rauminstallationen. Nicht alles ging auf, und nicht alles aus dem reich bestückten Festival-Programm konnte ein von auswärts anreisender Besucher wahrnehmen. Boris Charmatz’ mit Spannung erwartete Arbeit «Levée des conflits» auf dem Gipfel der Bottroper Halde Haniel enttäuschte.

Romeo Castelluccis Visualisierung von Strawinskys «Sacre du printemps», bei dem das Orchester Bestandteil des Bühnenbilds sein sollte, fand erst gar nicht statt und wurde durch ein Konzert ersetzt. Aber die beiden Projekte von Anne ­Teresa De Keersmaeker und ihrer Kompagnie ­ROSAS gehörten zweifellos zu den Höhepunkten des Festivals.

Was an De Keersmaekers Tanzstücken besonders fasziniert, ist der Umgang mit der Musik, die nicht nur Ausgangspunkt und Rohmaterial, sondern auch lebendiger Kontrapunkt der Szene ist. Wie beim letztjährigen Gastspiel mit «En Atendant» und «Cesena» waren auch diesmal die Musiker in die Choreografie einbezogen. Ihre Präsenz auf der Bühne ...

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Opernwelt November 2013 2013
Rubrik: Im Focus - Ruhrtriennale, Seite 10
von Uwe Schweikert