Prinzen, Priester, Philosophen

Salzburger Festspiele: Antonio Pappanos «Don Carlo», Sven-Eric Bechtolfs «Così» und Cecilia Bartolis «Norma»-Reprise

Einen tiefen Einblick in den aktuellen Betrieb der Salzburger Festspiele gab die Pressekonferenz am Mittag vor der Premiere von Mozarts «Così fan tutte», zu der Alexander Pereira mit Sven-Eric Bechtolf und Christoph Eschenbach erschien. Über den Ausstieg von Franz Welser-Möst, der für den ersten Mozart/da Ponte-Zyklus vorgesehen, aber wegen der Probenbedingungen ausgestiegen war, wolle er, beschied der Intendant, nur am Ende der Konferenz reden, ebenso über die Klagen der Mezzosopranistin Elisabeth Kulman ob der gestrichenen Probepauschalen.

Stattdessen meinte er seine Gäste dahingehend aufklären zu müssen, dass Musiktheater seine Erfüllung nur im Ensemble finden könne – und dass «Falstaff», «Die Meistersinger» und «Così» Ensemble-Opern schlechthin seien. Christoph Eschenbach konnte die Frage, ob er denn die Sänger seines Ensembles gekannt habe, bejahen, musste aber einräumen, dass er mit ihnen noch nicht auf der Bühne gearbeitet hatte. Und da er in den drei August-Wochen vor der Premiere neun Konzerte zu dirigieren hatte – in Australien, Deutschland, Holland und in der Schweiz –, war die Zeit für die Ensemble-Proben nicht üppig bemessen.

Das offenbarte sich in jenen Momenten, in ...

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Opernwelt November 2013 2013
Rubrik: Im Focus, Seite 20
von Jürgen Kesting