Ich bereue nichts

Der russische Bassbariton Evgeny Nikitin über Bayreuth, Black Metal, sein Faible für finstere Operntypen und seine Aversion gegen Zwölftonmusik

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Herr Nikitin, vor knapp vier Jahren, nach Ihrer überstürzten Abreise aus Bayreuth, hatten Sie geschworen, nie wieder ein Interview zu geben ...
Ich war damals sehr wütend. Und diese Geschichte treibt mich immer noch um. Manchmal geht sie mir durch den Kopf, und der ganze Ärger steigt wieder auf. Die Art und Weise, wie ich da wegen eines längst «übermalten» Tattoos behandelt worden bin, kann ich bis heute nicht verstehen. Über Nacht stand ich als Buhmann da. Bis heute hat sich niemand bei mir entschuldigt.

Wer sollte sich entschuldigen? Katharina Wagner?
Jetzt braucht das niemand mehr zu machen. Die Sache ist abgehakt.

Warum sprechen Sie dann wieder darüber?
Der Sturm hat sich gelegt, die See ist wieder ruhig. Die Zeit heilt manche Wunde. Ich habe mich weiterentwickelt, kann mein Herz öffnen. Manchmal habe ich es vielleicht zu weit geöffnet.

Waren Sie damals einfach naiv?
Wahrscheinlich. Ich hätte nie mit so einer Aufregung gerechnet.

Sie stammen aus dem arktischen Norden, leben in Sankt Petersburg, singen mittlerweile aber vorwiegend in Westeuropa  ...
Ich habe zwar auch ein Quartier in Valencia, aber Sankt Petersburg ist meine Heimat. Da liegen die Wurzeln. Ich wohne nicht weit vom ...

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Opernwelt April 2016
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Albrecht Thiemann

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