Warum? Wohin?

Wolfgang Holzmair, Siwoung Song, Mark Padmore und Pavol Breslik singen deutsche Lieder von Gluck bis Hugo Wolf

Gerade weil viele Liededitionen immer wieder dieselben Komponisten und Werke vorstellen, weckt die CD des österreichischen Baritons Wolfgang Holzmair mit weitgehend unbekannten, jedenfalls selten gesungenen Vertonungen von Hymnen und Oden Friedrich Gottlieb Klopstocks durch Carl Philipp Emanuel Bach, Gluck und Schubert besonderes Interesse. Weil man dem Unternehmen darum mit Sympathie begegnet, ist die Enttäuschung besonders groß. Holzmair, der auf der Opernbühne vor allem als Papageno in Erinnerung bleibt, hat seine beste Zeit hinter sich (und ist inzwischen vom Podium abgetreten).

Die Stimme klingt trocken, bricht im Forte ständig aus der Linie aus, so dass das Zuhören wenig Freude macht. Daran kann auch das kompetente Spiel des Pianisten Wolfgang Brunner auf Nachbauten zweier zeitgenössischer Hammerklaviere nichts ändern.

Ähnlich überflüssig ist die beim selben Label Gramola erschienene CD eines live in Seoul mitgeschnittenen Liederabends des koreanischen Baritons Siwoung Song, der, am Klavier souverän begleitet von seinem Lehrer Helmut Deutsch, neben Schumanns «Dichterliebe» Lieder von Mozart und Hugo Wolf singt. Songs Stimme klingt angenehm, ist technisch versiert, aber der Ton ...

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Opernwelt Juni 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 23
von Uwe Schweikert