In Hülle und Fülle

Corinna Herr schreibt die Geschichte des Falsettgesangs bis in die Gegenwart fort

Countertenöre sind seit mittlerweile mehreren Jahrzehnten auf den Opernbühnen und Konzertpodien der Welt ebenso präsent wie auf dem Tonträgermarkt. Sänger wie Philippe Jaroussky, Max Emmanuel Cencic oder Andreas Scholl werden hymnisch gefeiert und gehören zu den Stars der Musikwelt. Countertenöre? Oder nicht doch lieber «Falsettisten»? Oder «Altus-Sänger»? Fragen wie diese stellt sich auch Corinna Herr in ihrer umfangreichen Studie über hoch singende Männer vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

In fünf großen Kapiteln durchmisst sie die europäische Musikgeschichte auf den Spuren der Kastraten und Falsettisten.

Kapitel 1 («Geheimer Gesang»: Falsettisten und Kastraten im 16. Jahrhundert) rückt die Sänger zweier berühmter Ensembles, der päpstlichen Kapelle in Rom und der bayerischen Hofkapelle in München, ins Zentrum. Das zweite Kapitel («Heldengesang»: Kastratenrollen in der italienischen Oper ca. 1680 bis 1730) führt den für die ganze Arbeit erhobenen Ansatz einer «Verbindung der Untersuchung zeitgenössischer Gesangstraktate mit der Analyse von für die hohe Männerstimme komponierter Musik» (S. 19) mittels ausführlicher Analysen von Arien aus acht Opern durch. Im dritten Kapitel ...

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Opernwelt November 2013 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 36
von Thomas Seedorf