Champagner und Cidre

Alles Belcanto? Neue Recitals von Olga Peretyatko und Simone Kermes

Zwei Alben mit beträchtlichen Schnittmengen in den Repertoirebereichen, herausgebracht vom selben Label in auffälliger zeitlicher Nachbarschaft – was will Sony Classical der Welt mit diesem Doppelpack wohl mitteilen? Dass man zwei der zurzeit besonders stark beachteten Koloratursoprane unter Vertrag hat? Oder dass diese beiden Künstlerinnen sich Werken jener Epoche, die etwas pauschal als Belcanto-Ära bezeichnet wird, auf ganz unterschiedliche Weise nähern?

Für Olga Peretyatko ist die Musik Rossinis, Bellinis und Verdis vertrautes Gelände, mit ihr ist sie mittlerweile auf vi

elen großen Bühnen der Welt zu hören. Simone Kermes hingegen hat sich als Virtuosa der Barockoper einen Namen gemacht, stößt nun aber bis tief ins 19. Jahrhundert vor und berührt bei ihrem Weg vom Barock in die italienische Romantik als Zwischenstation Mozarts «Zauberflöte», aus der beide Arien der Königin der Nacht zu hören sind.

Olga Peretyatko beginnt mit Mozart und präsentiert drei Arien, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Konzertarie «Ah se in ciel, benigne stelle» verlangt Koloratur­sicherheit bis in die höchste Lage – Peretyatko meistert sie spielerisch. Für Donna Annas «Crudele?» – «Non mi dir ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2013 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 33
von Thomas Seedorf