Hinter Gitter
Sieben Premieren in drei Monaten, davon eine eigene Neuinszenierung und eine Eigen-Übernahme aus Wien: Zum Start seiner Ära am Bayerischen Staatsschauspiel überschwemmte Intendant Martin Kusej München mit Theater-Frischware. War’s eine Erholungsmaßnahme? Oder ein nicht mehr aufzulösender Vertrag? «Nebenbei» leistete sich Kusej jedenfalls einen Ausflug an die Zürcher Oper. Ein Intermezzo mit Leichtgewichtigem, das der Komponist – Donizetti – selbst als «Farce» titulierte.
Zweimal blickt hier der Belcanto-Meister hinter die Kulissen: hinter die des Theaters und hinter die eines Irrenhauses, was, so deutet Kuseij nachvollziehbar an, zu ähnlichen Ergebnissen führt. «Le convenienze ed inconvenienze teatrali», besser bekannt in der zweiaktigen Fassung als «Viva, la mamma!», rotiert um einen Divenkampf, den die seconda donna zwangsweise an die Mutter delegiert. In «I pazzi per progetto» treffen eifersüchtige Liebende in der geschlossenen Abteilung aufeinander – was Donizetti außerdem zur Parodie auf eigene Wahnsinnsdramen und die des Kollegen Rossini nutzt.
Beide Einakter hat Kusej bereits 2001 für Stuttgart inszeniert. Bei ihm berühren sie sich nach der Pause, bei «I pazzi»: Während sich ...
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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Panorama, Seite 41
von Markus Thiel
ARTE
1./7./13.2. – 6.00 Uhr
Das Trio Wanderer interpretiert Liszt und Chopin.
2.2. – 6.00 Uhr
Flötenkonzert zum 300. Geburtstag Friedrichs d. Gr.
Kammerphilharmonie Potsdam, Trevor Pinnock. Solist: Emmanuel Pahud.
3./9.2. – 6.00 Uhr
Lang Lang spielt Liszt.
Liebestraum, Paganini-Etüden u....
Die endgültige Erkenntnis liefert nach erfolgter Lektüre der Blick ins Register: «Stockhausen, Karlheinz» findet sich da als Eintrag. Das allein lässt aufmerken, und es folgen gar nicht einmal so viele Seitenzahlen, bedenkt man, dass der Untertitel des Buches «Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen» lautet und der Titel ein Zitat des Komponisten ist. «Sein Kopf war...
Der 62-jährige Manfred Trojahn kann mit einigem Recht als typischer Vertreter der deutschen «Literaturoper» apostrophiert werden, wie sie die um eine Generation älteren Komponisten Hans Werner Henze, Giselher Klebe oder Aribert Reimann praktizier(t)en. Da mit Claus H. Henneberg (der für ihn Pirandellos «Enrico» bearbeitete) und Christian Martin Fuchs (der das...
