Gottlob-Frick-Medaille für Ekkehard Pluta

Wieder wurde ein «Opernwelt»-Mitarbeiter mit der Gottlob-Frick-Medaille in Gold ausgezeichnet. Ekkehard Pluta erhielt sie beim diesjährigen Künstlertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft in Ölbronn-Dürrn. Sie soll an den berühmten Bassisten der fünfziger und sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erinnern und geht einmal im Jahr an eine Persönlichkeit, die sich um das Andenken großer Sänger der jüngeren Vergangenheit besondere Verdienste erworben hat.
In seiner Laudatio im Konzerthaus in Mühlacker würdigte Hans A.

Hey, Vizepräsident der Gesellschaft, Pluta als einen fairen Rezensenten und ausgewiesenen Spezialisten für Sängerbeurteilungen, dessen Lebensleistung durch universelle Vielseitigkeit besteche. Der Geehrte, der sich nach eigener Aussage seit rund einem halben Jahrhundert mit Oper befasst, unterstrich in seiner Dankrede das Stichwort «Fairness», das für ihn in seinen Rezensionen immer eine wesentliche Rolle gespielt habe, und wandte sich energisch gegen die «Daumen-rauf-Daumen-runter»-Rezensionen, die im heutigen Journalismus immer mehr um sich griffen. Außerdem bedauerte er die zunehmende Internationalisierung im gegenwärtigen Opernbetrieb, die bei den Sängern zu einer ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Dezember 2009
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Gerhart Asche

Vergriffen
Weitere Beiträge
Aus England und Frankreich

Es ist ein eifersüchtiger, unnahbarer, grausamer Gott, den die Menschen vor der Aufklärung zu fürchten hatten: jenen mit der eisernen Maske. Auch die Gedichte von John Donne (1572-1631), dem englischen Mystiker, künden von der Furcht vor Verdammnis wie von einer vagen Hoffnung auf Vergebung. Benjamin Britten vertonte sie 1945 nach der Uraufführung seiner Oper...

Exotik des Bösen

Johann Christian Bach, der 1735 geborene jüngste Sohn des Leipziger Thomaskantors, ist aus der Art geschlagen. Nach dem Tod seines Vaters ging er nach Italien, trat dort zum Katholizismus über, wurde Domorganist in Mailand, schrieb 1760 seine erste Oper und übersiedelte 1762 als freischaffender Komponist nach London, wo er 1782 starb. Er war ein unruhiger Geist...

Milde, Liebe, Vergeben

Was den musikalischen Teil betrifft, war dies die beste, wichtigste und geschlossenste Verdi-Premiere, die Berlin seit Langem erlebte. Dazu gleich mehr. Was den szenischen Teil betrifft, war es die unwichtigste, überflüssigste und wahrscheinlich auch teuerste Verdi-Premiere, die Berlin seit Langem erlitt: eine Koproduktion mit der Scala, an der Daniel Barenboim...