Geliebtes Monster

Luzern, Ravel: L’Heure espagnole / Martinu: Ariane

Fünf Theater ehren einen Komponisten: In einem einzigartigen Kooperationsmodell veranstalten die Opern von Zürich und Genf, die Dreispartenhäuser von Luzern und Bern sowie das Theater Biel/Solothurn einen mehrere Spielzeiten übergreifenden Zyklus mit Werken von Bohuslav Martinu. Anlass war der 50. Todestag des Komponisten im Sommer 2009, Initiator der Reihe ist der Pianist Robert Kolinsky. Er leitet die Internationalen Musikfesttage Bohuslav Martinu, die jeweils im Herbst in Basel stattfinden.

Dass die Anregung gerade von hier ausging, ist kein Zufall: Unterstützt von dem Musikmäzen und Dirigenten Paul Sacher hat Martinu immer wieder in der Region am Rheinknie gelebt, in Basels Nachbarstadt Liestal ist er am 28. August 1959 gestorben. Zudem hob Sacher einige der wichtigsten Werke des Komponisten aus der Taufe. Da wirkt es schon etwas befremdlich, dass ausgerechnet das Theater Basel bei der landesweiten Hommage abseits steht.

Nach dem religiösen Drama «Griechische Passion» in Zürich (November 2008) und dem grotesken Einakter «Alexandre Bis» in Biel/Solothurn (Oktober 2009) hat das Luzerner Theater nun das ebenfalls einaktige Spätwerk «Ariane» vorgestellt. Dass die Kurzopern in beiden ...

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Opernwelt Februar 2010
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Alfred Ziltener

Vergriffen
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