Empathie darf sein

Regensburg: Hummel: Zarathustra

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«Unter welche Rubrik gehört eigentlich dieser Zarathustra? Ich glaube beinahe, unter die Symphonien» – schrieb Friedrich Nietzsche am 2. April 1883 an Peter Gast. Musik ist überall in den «subjektiven Ergüssen» (Giorgio Colli) des Philosophen und dilettierenden Komponisten anzutreffen. Franz Hummels neueste Oper, ein Auftragswerk für das Theater Regensburg, heißt «Zarathustra« und behandelt das Abschiednehmen Nietzsches von seinen Freunden.

Die Texte von Sandra Hummel werden teilweise melodramartig behandelt, das meiste wird jedoch gesungen (mit Übertitelung).

Es sind Gedankensplitter, die das auslösen und spiegeln, was Musik und Szene als schmerzvolle Erfahrungen Nietzsches vergegenwärtigen – Einladung zur Empathie inklusive. Während kürzerer instrumentaler Blöcke werden die Gefühlslagen des Philosophen auch vom Ballett dargestellt. Die Tänzerinnen und Tänzer sind, angelehnt an Nietzsches Figur des «Seiltänzers«, gesichtslos, schwarz. Sie existieren nur in der Wahrnehmung des Kranken (Choreografie: Olaf Schmidt). Die Musik ist farbig instrumentiert, zeichnet oft harte Kontraste zwischen schrillem Hell und beängstigender Düsternis. Hummel beruft sich auf die Väter der Moderne, ...

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Opernwelt Juni 2010
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Gerhard Heldt

Vergriffen
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