Editorial

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Die Reihe unserer «Opernwelt»-CDs, die exklusiv für Abonnenten aufgelegt wird, hat zwei Schwerpunkte. Zum einen geht es um Sängerinnen und Sänger, die von den Plattenfirmen stiefmütterlich behandelt wurden. Deshalb haben wir zum Beispiel Catarina Ligendza, Anny Schlemm und Jean Cox je eine CD gewidmet. Ein anderer Schwerpunkt gilt exemplarischen Opernaufnahmen aus den Archiven, die bislang noch nicht auf CD erschienen sind. Dazu gehörte etwa unser «Freischütz» mit Melitta Muszely und Sándor Konya, aufgenommen vom NDR.

Auch die «Opernwelt»-CD 2009 ist eine historische Aufnahme von besonderem künstlerischen Rang. Und das aus mehreren Gründen.
Als Wagners «Parsifal» 1949 vom WDR produziert wurde, war dies die erste Gesamtaufnahme einer Oper in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Weil das Funkhaus in Köln noch nicht funktionsfähig war, entstand dieser «Parsifal» im Vereinshaus Leverkusen und zwar in nur zwei Tagen. Das hört man ihm an – im positiven Sinn. Alles klingt hier lebendig und frisch. Der Dirigent Richard Kraus und die Solisten spannen große, natürliche Bögen. Organisch werden die Tempi ineinandergefügt. Kein Schnipselwerk, nirgends. Dafür viel sinnliche Bühnenpräsenz: das ...

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Opernwelt Dezember 2009
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch und Albrecht Thiemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Rolf Julius

Er zählte zu den Begründern und prominentesten Vertretern der europäischen Klangkunst. Seine Installationen und live-elektronischen Musik-Performances wurden weltweit präsentiert. Seit 1995 hatte Julius eine Gastprofessur an der Hochschule der Künste in Bremen inne, 2005 wurde er mit dem Hannah-Höch-Preis ausgezeichnet.

Fordern und gefordert werden

Schon bei seinem Amtsantritt im Januar konnte man es hören: Ungewohnt fein und transparent klang da Richard Strauss’ gigantisch instrumentierte «Elektra»-Partitur, schlank und beweglich präsentierte sich das Orchester. Unverkennbar stand da ein Mann im Graben, der sehr präzise Vorstellungen vom Klang seines Orchesters hatte – und diese auch umzusetzen wusste....

Schlank, wendig, mit Substanz

Der Magnet liegt 60 Kilometer entfernt und übt gerade mit «Aida» und «Macbeth» am Nationaltheater und dem jungen Verdi am Gärtnerplatz große Anziehungskräfte aus. Wie sich also gegen München behaupten? Mit seinem neuen «Don Carlos» gelingt das dem Theater Augsburg locker. Ohnehin hat sich hier seit 2007, dem Amtsantritt von Intendantin Juliane Votteler,...