Hemmungslos

Dvořák: Rusalka
New York | Metropolitan Opera

Dvořáks «Rusalka»? In den vergangenen zwanzig Jahren hat man an der Metropolitan Opera stets Otto Schenks Wiener Produktion von 1987 aufgewärmt. Auch wenn Gabriela Beňačková und Renée Fleming ihr goldene Tage bescherten, wurde es doch höchste Zeit für eine Neuinszenierung, mit der Mary Zimmerman betraut wurde. In Anbetracht ihrer letzten Arbeiten für dieses Haus waren die Erwartungen gering. Doch siehe da, die neue «Rusalka» bietet zwar weder große Ideen noch bahnbrechende Einsichten.

Aber Zimmerman und ihre Ausstatter Daniel Ostling und Mara Blumenfeld gestalten mit dem Märchen einen ansehnlichen, unterhaltsamen Abend.

Der See wird lediglich vorn auf dem Vorhang gezeigt, die Bühne selbst, eine Landschaft in Blautönen, die an Antoine Watteaus Rokoko-Gemälde erinnert, ist in den Rahmenakten mit einer Art Whirlpool ausgestattet. Das Wasser kehrt im Palastbild des zweiten Akts in Form von Eisschüsseln wieder, in einer Ecke stapeln sich die Hirschgeweihe aus Mariusz Trelinskis «Iolanta»-Inszenierung. Schön gearbeitete Kostüme beschwören das 18. Jahrhundert herauf, allerdings trägt die Fremde Fürstin eine Turandot-Haartracht.

Mark Elder sorgt für die Beschallung. Der Dirigent wählt ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt März 2017
Rubrik: Panorama, Seite 54
von David Shengold