Dienst am Menschen

Zum Tod des Schweizer Tenors Ernst Haefliger

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Er war ein Universalist. Ernst Haefliger  hat viele Rollen des lyrischen Opern­repertoires gesungen, Oratorien, Messen, Passionen und Kantaten, und er hat seine Arbeit als Dienst für die Lebenden begriffen. Wo und wann immer Urauffüh­rungen angesetzt waren, stand er für  Carl Orff, Boris Blacher, Frank Martin, Olivier Messiaen und Aribert Reimann  bereit. Noch zu seinem siebzigsten Geburtstag widmete Edison Denissow ihm einen kantaten-ähnlichen Zyklus. Bei der Urauffüh­rung spielte sein Sohn Andreas den Klavierpart.


Als angehender Schulmusiker hatte Haefliger während des Studiums Gesangsunterricht bei Julius Patzak genommen, dessen expressiver Stil ihn ebenso beeindruckt hat wie die belcantische Kunst seines späteren Lehrers Fernando Carpi, dessen Aufnahmen wegen des geschickten Einsatzes der voix mixte von Interesse sind; ein Echo ist in Haefligers  Aufnahme des Tenor-Solos aus Rossinis «Stabat Mater» zu vernehmen. Bei der Lehramtsprüfung beeindruckte Haefliger den Dirigenten Volkmar Andreae so sehr, dass dieser ihm die Partie des Evangelisten in Bachs «Matthäus-Passion» anbot. Erst nach einigen Jahren als Konzertsänger stand er erstmals 1949 in der Salzburger Uraufführung von Carl ...

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Opernwelt Mai 2007
Rubrik: Magazin, Seite 33
von Jürgen Kesting

Vergriffen
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