Der Raum ist mein Gefäß
Fotografie bedeutet für Bernd Uhlig vor allem: Kampf mit dem Rechteck. «Das ist die Form, mit der ich seit Urzeiten arbeite und die ich ständig neu auszureizen versuche», sagt er. Das ist eine unendliche Geschichte: alle Spielräume zu nutzen, die Begrenzung zu sprengen – ich glaube, wenn mir dazu nichts mehr einfällt, ist es vorbei.» Bernd Uhlig, geboren 1951 in Heidelberg, gab sein Debüt als Opernfotograf bei den Salzburger Festspielen 1992 – genauer, bei der Mozart-Oper «La finta giardiniera» 1992 in der Regie von Ursel und Karl-Ernst Herrmann.
«Die Herrmanns haben mich zur Oper gebracht», bekennt er, «und dafür bin ich ihnen unendlich dankbar.» Hineingeschnuppert in das Genre hatte er schon bei einer «Zauberflöte» in Brüssel, der Sommer in Salzburg gab dann den Ausschlag. «Ein fantastischer Sommer, nur schönes Wetter, die Nächte nach der Arbeit im Fotolabor endeten immer im berühmten Stadtkino – das alles hat eine sehr große Begeisterung bei mir entfacht.»
Heute ist Uhlig einer der Stammfotografen in Salzburg, arbeitet außerdem für La Monnaie in Brüssel, die Opéra national de Paris, die Deutsche Oper und die Staatsoper in Berlin sowie die Häuser in Köln und Hamburg. Er hat ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt September/Oktober 2017
Rubrik: Das Theaterfoto, Seite 78
von Florian Zinnecker
Sinn für Symbolik hat sie. Nach elf Jahren Intendanz verlässt Barbara Mundel das Freiburger Theater. Ihre letzte Premiere, Mozarts Opernfragment «Zaide» in der Ergänzung durch Chaya Czernowin, wurde in Salzburg just zu jenem Zeitpunkt uraufgeführt, als sie ihr Amt im Schwarzwald antrat. Die Liebe des mozartischen Paares kann sich nicht erfüllen, weil es in...
Als gewichtige dramaturgische Instanz steht der himmlische Wetterbeauftragte Petrus an den Seebühnen-Spieltagen immer im Zentrum des Bregenzer Interesses. Ein künstlerisch und administrativ allerdings leider nicht befriedigend kontrollierbarer Faktor. So kursierte in den Stunden vor der «Carmen»-Premiere, als sich von Südwesten her drohend Wolkenberge türmten,...
Götz Friedrich war fassungslos. Nein, das könne doch nicht wahr sein. Das sei eine Falschmeldung. Catarina Ligendza habe mit dem Singen aufgehört? So plötzlich? Mitten heraus aus den größten Erfolgen ihrer Laufbahn? Der mächtige Intendant und Regisseur, damals ebenfalls auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, wusste genau, was das bedeutete – für seine «Ring»-Produktion...
