Das sagt sich so leicht nicht
Das «Rheingold» wird in diesem Jahr bei den Bayreuther Festspielen endlich einmal am Wasser stattfinden, wenngleich nicht am Rhein, sondern nur am kleinen Teich im Festspielpark. Und auch die Musik für die Inszenierung des Puppenspielers und Regisseurs Nikolaus Habjan wird nicht von Richard Wagner sein, sondern vom zeitgenössischen Komponisten Gordon Kampe. Nachdem die geplante Neuinszenierung der «Ring»-Tetralogie bereits im letzten Jahr Pandemie-bedingt ausfiel, hat Festivalchefin Katharina Wagner das Bayreuther Kernstück für diesen Sommer in seine Einzelteile zerlegt.
Der unter anderem für seine experimentellen Musiktheaterproduktionen bekannte Jay Scheib wird sich in einer multimedialen Arbeit mit dem «Siegfried» beschäftigen, die bildende Künstlerin Chiharu Shiota im Festspielpark eine Installation zur «Götterdämmerung» einrichten. Im Festspielhaus selbst dagegen wird vom «Ring» nur die «Walküre» zu sehen oder mindestens zu hören sein. Denn der Aktionskünstler Hermann Nitsch soll sie dort keineswegs inszenieren, sondern nur «gestalten», wie es in der Ankündigung heißt – was wohl auf eine Art Parallelaktion zur Musik hinauslaufen dürfte.
Man darf gespannt sein, ob Monika ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt März 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 12
von Michael Stallknecht
Es kann passieren, dass man im Gespräch mit ihr nicht weiterkommt. Weniger, weil der Stoff ausginge, sondern weil die Luft wegbleibt. Wobei das meist plötzliche, immer befreiende, ansteckende Lachen von Golda Schultz, die Mutter hat ihr das oft gesagt, gern auch an unpassenden Stellen passiert. Franz Welser-Möst hat das offenkundig nicht irritiert. 2014, bei den...
Vom ersten Einsatz der farbig intonierten Toccata zu Beginn geht von dieser Neuaufnahme ein Sog aus – ein Sog, der bis zur abschließenden Moresca anhält. An Einspielungen von Monteverdis «L’Orfeo» herrscht ja wahrlich kein Mangel. Doch mit dieser hat sich der in der Alte-Musik-Szene renommierte Tenor Emiliano Gonzalez Toro einen lange gehegten Wunsch erfüllt, und...
62. Jahrgang, Nr 3
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752342
REDAKTION OPERNWELT
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de
REDAKTION
Jürgen Otten (V. i. S. d. P.)
REDAKTIONSBÜRO
Andrea Kaiser | redaktion@opernwelt.de
...
