Das Ganze zählt

Unerschöpfliche Inspirationsquelle: Giacomo Meyerbeers «Les Huguenots» konzertant am Teatro Real in Madrid

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 «…um Ihren Namen dreht sich die ganze Geschichte der Musik seit 10 Jahren, und bey jedem Musiker, den man jetzt zu besprechen hat, wird man unwillkürlich auf die Frage gerathen in welchem Verhältniß er zu der Meyerbeerschen Musik gestellt ist oder sich gestellt hat.» Heinrich Heines briefliche Bemerkung von 1842 gegenüber Giacomo Meyerbeer ist keine Schmeichelei, sondern sachliche Feststellung, wie sie von vielen kompetenten Kritikern geteilt wurde.

Sie erscheint im Nachhinein noch als Untertreibung: Nicht nur für die zeitgenössischen Opernkomponisten, sondern auch für die im Verlaufe des 19. Jahrhunderts noch folgenden setzten Meyerbeers französische Opern die ästhetischen Standards moderner Musikdramatik. Vor allem «Les Huguenots» (1836) und später noch «Le Prophète» (1849) erwiesen sich für die Komponisten als musikalische und dramaturgische Inspirationsquellen und eröffneten dem Theaterpublikum neue emotionale und intellektuelle Erlebnis- und Erfahrungswelten.

Die konzertante Einstudierung der «Huguenots» am Teatro Real war ein wichtiger Repertoireakzent in Gerard Mortiers beeindruckender erster Madrider Spielzeit und bestätigte das Urteil der Geschichte. Voraussetzung für das ...

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Opernwelt April 2011
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Sieghart Döhring

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