Das Ende im Anfang
Ring»-müde? Gilt nicht für Rhein-Main. Viele Opernbühnen der Region planen den tetralogischen Kraftakt. Da werden wohl wieder beträchtliche Kapazitäten gebunden. Oder ist der monumentale Viererpack inzwischen das Normalmaß für theaterunternehmerischen Ehrgeiz? Die Zustimmung des Publikums scheint, woran ein Walter Legge noch nicht glauben wollte, absolut sicher. In Frankfurt geht man jetzt offenbar ziemlich entspannt an die Nibelungenarbeit.
Stress-Touren à la Herbert Wernicke oder Christine Mielitz stehen nicht an, Rekordleistungen im Zusammenhang mit einem Schnellfeuer-«Ring» (vier Premieren in vier Tagen) sind sowieso nicht mehr zu überbieten. Nach einer «Walküre» im kommenden Oktober wird denn auch die gesamte nächste Frankfurter Spielzeit von vielen anderen, teilweise extravaganten Vorhaben (darunter die deutsche Erstaufführung von Aulis Sallinens «Kullervo») besetzt sein. Und die aktuelle «Rheingold»-Premiere behindert gegen Ende einer intensiven Saison offenbar keineswegs die aufwändigen Repertoire-Neuigkeiten «Daphne» (Strauss) und «La Damnation de Faust» (Berlioz).
Die frische Frankfurter Wagneriade wird von Vera Nemirova in Szene gesetzt, die am selben Haus vor einigen ...
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Frauen des Fin de Siècle sind angesagt. Besonders die Mischung aus Femme
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Das Ende bleibt offen. Kein Trauerflor in Moll, kein Silberstreif, keine Erlösungsharmonie. Wie ein Fragment, wie eine Frage verweht der letzte B-Dur-Akkord. Eine Quinte und Quart, übereinander geschichtet, in der Tiefe; ein dreigestrichenes D und ein zweigestrichenes F dominieren die Höhe. Der Grundton, ins Abseits gedrängt. Als ob man diesem Akkord nicht trauen...
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