Besonders eindrücklich: Misato Mochizukis «Têtes» mit Paul-Alexandre Dubois; Foto: SWR/Astrid Karger

Damit wir sehen, was wir hören

Inszenierungen neuer Musik bei den Donaueschinger Musiktagen

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Die Donaueschinger Musiktage werden getragen vom Südwestrundfunk. Als eines der letzten Feigenblätter vertreten sie den Kulturauftrag der Öffentlich-Rechtlichen. Alle Festivalkonzerte werden als Mitschnitt gesendet, sechs davon live.

Wunderbar!

Wer aber, beispielsweise nachts, auf der Autobahn, einer dieser Übertragungen lauscht, der sieht sich plötzlich konfrontiert mit ketzerisch-absurden Fragen: Ist die Musik der Gegenwart im Radio überhaupt noch darstellbar? Verlangen nicht längst die Werke selbst, als instrumentales Theater oder inszeniertes Konzert, dass wir sehen, was wir hören? Wäre nicht, konsequent weitergedacht, eher das Fernsehen die probate Transfer-Plattform für all diese disparaten, grenzüberschreitenden Genres, eigentlich schon seit den Zeiten Kagels und Schnebels?

Gleichwohl hatte Björn Gottstein, künstlerischer Leiter der Musiktage, «Neue Konzertformen» für 2017 gefordert. Fast alle 20 Uraufführungen folgten dem Ruf, etliche boten Musiktheater pur. Besonders eindrücklich: «Têtes», eine «szenische Poesie» von Misato Mochizuki, perfekt performt vom Ensemble MusikFabrik. Das Stück kombiniert die japanische Tradition des Rakugo-Theaters mit der europäischen ...

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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Eleonore Büning

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Spielpläne Ausland Dezember 2017

Argentinien

Buenos Aires
Teatro Colón

Tel. +54-1-382 23 89
www.teatrocolon.org.ar
– Andrea Chénier: 5., 9., 10., 12., 13., 16.
– Apollo und Hyacinth: 10., 15., 16., 17.

Australien

Sydney
Opera Australia

Tel. +61-2-931 88 200
www.opera-australia.org.au
– L'incoronazione di Poppea: 2., 3., 5., 6.
– Die lustige Witwe: 31.

Belarus

Minsk
Tel. +75-17 334 10 41
ticket@belarusope...

Projektionen

Diese Farben! In allen Nuancen schillern, weben, leuchten sie aus Leos Janáčeks Natur. Morgenrot und Abendgold, Mondweiß und Sonnengelb, Waldgrün und Himmelblau. Das Leben ist bunt hier, voller Überraschungen und Kontraste. Ein sinnenpralles Mosaik, das in keinen Rahmen passt. Genau so klingen «Die Abenteuer der Füchsin Bystrouschka», jene 1924 in Brno...