Christoph Willibald Gluck

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Er war nicht der Einzige, der das tradierte Regelwerk der Opera seria in Frage stellte. Und er war auch nicht der Erste, der Anstoß nahm an einer erstarrten Opernpraxis, die nur noch Anlässe für virtuosen Ziergesang zu suchen schien. Schon gar nicht hat Christoph Willibald Gluck, vor 300 Jahren, am 2. Juli 1714, im oberpfälzischen Erasbach geboren, die Oper neu erfunden. Gluck und sein Librettist Ranieri de’ Calzabigi als Wegbereiter der Idee vom musikalischen Drama? Eine Legende, an der erst das 19. Jahrhundert strickte. Autoren wie E. T. A.

Hoffmann, Hector Berlioz und, erst recht, Wagner. Die historischen Fakten ergeben ein anderes, vielschichtiges Bild. Und zwingen uns, von einigen lieb gewonnenen Reform-«Wahrheiten» Abschied zu nehmen.
 

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Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Christoph Willibald Gluck, Seite 84
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