Unbedingter Einsatz, unverstelltes Gefühl

Eine gemeinsame «Manon», Arien und Lieder mit Natalie Dessay und Rolando Villazón

Von Londons Bussen sagt man, sie kämen gern «threefold»: eine Zeit lang nichts, dann drei auf einmal. Ähnlich scheint es im Augenblick mit Massenets «Manon».

Im Normalfall eher in den Nischen des Repertoires anzutreffen, machten in den letzten Monaten gleich drei verschiedene Produktionen Furore: die Andrej Serbans, die Gaunerwelt des Film Noir zitierend, an der Wiener Staatsoper (mit Netrebko/Alagna), die aus Los Angeles importierte Hollywood-Paraphrase an der Berliner Lindenoper (mit Netrebko/Villazón) und jene die Zeit der Pré­vost-Novelle zitierende von David McVicar in Barcelona (mit Dessay/Villazón). Dazu er­schien vor einigen Monaten noch die DVD der Wiener Vorgängerproduktion (mit Gruberova/Araiza) in Jean-Pierre Ponnelles pittoresker Inszenierung von 1971 (die Einspielung datiert aus dem Jahr 1983).
Von Ponnelle einmal abgesehen ist David McVicars hier durch die Aufführung in Barcelona nun auch auf DVD nachzuvollziehende, neun Jahre alte Inszenierung (sie kam bereits 1998 an der ENO in London heraus) die zweifellos interessanteste – und wohl auch jene mit den stärksten Allusionen zur Vorlage, der Novelle des Abbé Prévost. Tanya McCallins Einheitsbühnenbild konzentriert das ...

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Opernwelt Januar 2008
Rubrik: CDs, Seite 50
von Gerhard Persché

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