Bundeswettbewerb Gesang Berlin

Opernwelt - Logo

Heikle Sache: Ausgerechnet Stefanie Iranyi, die Gewinnerin des 1. Preises ­«Konzert», enttäuschte bei der Abschlussveranstaltung des Bundeswettbewerbs ­Gesang in der Komischen Oper Berlin. Mit Klavierbegleitung in einem kleinen Raum vor der Jury zu reüssieren, ist eben doch etwas ­anderes, als mehr als tausend Zuschauer zu ­verführen. Das gelang Peter Schöne, Erster im «Musiktheater», spielend: Als Rossini-Barbiere brachte der Bariton den Saal zum Jubeln. 239 Bewerber gab es 2004 – ein guter Jahrgang.

­Silke Schwarz traf als «Mignon»-Philine genau jenen Divertissement-Tonfall, der die Opéra comique so charmant machen kann, Martin Berner besang anrührend den «holden Abendstern». Bühnenreif ­zeigen sich auch Susanne Ellen Kirchesch mit ihrer souveränen Interpretation von Joseph Schwantners «Shadowinnower» ­sowie Tina Scherer (als Anne Trulove) mit dem sichers­ten Spitzenton des Abends.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 26
von Frederik Hanssen

Vergriffen
Weitere Beiträge
Zauber der Diskretion

Zu ihrem 80. Geburtstag im vergangenen Jahr blieb es ziemlich still. Auch ihre exklusive Schallplattenfirma, bei der sie zwei Dutzend komplette Opern und zahlreiche Lied-Recitals eingespielt hat, sah keinen Anlass für eine Jubiläums-Edition. Dankenswerterweise hat das ­Label Testament in den letzten Jahren ­einige ihrer wichtigsten Aufnahmen auf CD neu...

Wo der böhmische ­Musikant spielt

Clemens Krauss, damals noch Operndirektor in Frankfurt, winkte erst einmal ab, als ihm die Deutsche Erstaufführung von Weinbergers «Schwanda, der Dudelsackpfeifer» (UA Prag, 1927) angeboten wurde. Das sei eine rein tschechische Angelegenheit, die in Deutschland keine Aussicht auf Erfolg habe. Als die Premiere dann kurz darauf im Stadttheater Breslau über die Bühne...

Das zerissene Land

Mit Fernchören und Signalen aus dem Hintergrund, mit buntem Wechsel von martialischen Trommelklängen, Klagegesängen und poetischen Verinnerlichungen schuf Bellini in «I puritani» ein akustisch vielgestaltiges Panorama. Die Kontraste hat Lorenzo Mariani in seinem Berner Regiedebüt nördlich der Alpen in gut les­bare und auch starke Bilder umgesetzt. Die Liebe...