Bryn Terfel gibt an der Grange Park Opera den Milchmann

Opernwelt - Logo

Musicals hatten auch in vergangenen Spielzeiten einen Platz im Programm der Grange Park Opera: Cole Porters «Anything Goes» (2002), Leonard Bernsteins «Wonderful Town» (2004), auch Rodgers’ und Hammersteins «South Pacific» (2005) ging bereits über die Bühne der einstigen Orangerie in der südenglischen Grafschaft Hampshire. Jetzt eröffnete eine von Antony McDonald umsichtig in Szene gesetzte Neuproduktion von Jerry Bocks «Fiddler on the Roof» den Festivalsommer – und das Festival griff tief in die Tasche.

Nicht nur durfte David Charles Abell am Pult des BBC Concert Orchestra die teure Broadway-Originalfassung mit den Arrangements von Don Walker dirigieren, sondern man leistete sich auch einen echten Star: Bryn Terfel übernahm die Partie des Tevye.

Der walisische Bassbariton hat ja etwas übrig für dieses Genre: Er hat schon etliche Musical-Nummern auf CD gebannt, war im März an der English National Opera in «Sweeney Todd» zu hören. Den jüdischen Milchmann aus Scholem Alejchems Romanvorlage stattete Terfel bei diesem Rollendebüt mit charakteristischer Wärme und berührender Menschlichkeit aus, das weitgehend mit Schauspielern besetzte Ensemble mühelos überstrahlend.

Erwähnenswert unter ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt August 2015
Rubrik: Magazin, Seite 74
von George Hall

Weitere Beiträge
TV-Klassiktipps

ARD-ALPHA

2.8. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons dirigiert

Strauss: Also sprach Zarathustra.

9.8. – 11.00 Uhr (1)
30.8. – 11.00 Uhr (2)
Colin Davis dirigiert

1. Berlioz: Symphonie fantastique; 2. Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre zu Sommernachtstraum; Symphonie Nr. 4 «Italienische».

9.8. – 20.15 Uhr
Open Air am Odeonsplatz.

Mariss Jansons im 3/4-Takt.

16.8. – 11.00 Uhr (1)
23.8. –...

Requiem für Gilda

«Verdi ist der am schwierigsten zu inszenierende Opernkomponist» – so Sergio Morabito 2013 in einem Interview. Verdis erfundene Wirklichkeiten beharren unerbittlich auf Ort, Raum und Zeit. Flotte Aktualisierung der Emotionen, Charaktere, Situationen und Geschichten, mit denen sie spielen, verfehlt ihren Sinn. Jossi Wieler und Sergio Morabito sind darum in ihrer...

Body, electric

Riesenmedienrummel vor der Premiere: Das Künstlerkollektiv Gob Squad will einem Roboter Gefühle beibringen! Der Humanoid Myon ging dafür über zwei Jahre immer wieder mal für ein, zwei Tage bei diversen Abteilungen der Komischen Oper Berlin in die Lehre. Dafür ist Oper ja schließlich da, für die ganz großen Gefühle! Das Problem: Sie sehen ganz schnell ganz klein...