«Bitte wie gedruckt»
«Dirigierende Frauen» – das war lange die landläufige Bezeichnung für weibliche Personen, die am Pult eines Orchesters stehen. Erst allmählich hat sich der heute gängige Begriff «Dirigentin» durchgesetzt. Ein Zeichen dafür, wie mühsam der Weg für Frauen oft verlaufen ist und teils immer noch verläuft, wenn sie sich für eine Dirigentenlaufbahn entscheiden. Auf der Laienebene sind Frauen als (Ensemble-/Chor-)Leiter zwar längst etabliert, im Spitzenbereich aber hapert es noch.
Anke Steinbeck, heute im Management des Bundesjugendorchesters tätig, hat das Phänomen Dirigentinnen in ihrem Buch «Jenseits vom Mythos Maestro» unter die Lupe genommen: Zunächst gibt sie einen kurzen Überblick aus historischer Sicht, anschließend wagt sie einen Vergleich zu anderen Sparten, in denen sich Frauen in männlich dominierten Organisationen behaupten; schließlich richtet sich der Fokus auf verschiedene Aspekte wie Arbeitsbedingungen, mediale Anerkennung und Führungsverhalten von Dirigentinnen.
Zwischen Wohlwollen und Widerstand – so lässt sich kurz gefasst die häufige Reaktion auf Frauen umschreiben, die eine Laufbahn als Dirigentin einschlagen möchten. Das heikle Scharnier liegt beim Übergang vom ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wenn Leute, die gerade mal die 40er-Stufe auf der Altersleiter überklettert haben, eine Biografie veröffentlichen oder veröffentlichen lassen, ist das immer heikel. Die ersten Lebensbücher über Anna Netrebko waren so nährstoffreich wie ein labbriger Schokoriegel; um einiges besser geriet das erste Buch über Rolando Villazón, nun ist also Kaufmann an der Reihe....
Herr Hopp, wir hören von Festivalveranstaltern immer wieder, dass sie die Moderne weitgehend aussparen, um das Publikum nicht zu überfordern. Anspruchsvolle Stücke des 20. Jahrhunderts seien Kassengift. Im Zentrum des musikfest berlin steht diesmal das Werk von Pierre Boulez und Luciano Berio. Wie schaffen Sie es, solche Programme durchzusetzen?
Es geht nicht darum,...
Die Musikfilmproduktion kann man ungefähr einteilen in Aufnahmen der Performing Arts (also Konzert, Oper und Tanz), in Documentaries und Doku-Dramen. Welche dieser Gattungen gehen heute am besten?
Am interessantesten sind natürlich Doku-Dramen, die Darstellung des Lebens eines Künstlers mit Schauspielern. Aber das ist sehr aufwändig, zumal noch das Sprachproblem...
