Beim Wort genommen
Es ist, um das Wesen der Gattung zu erspähen, hilfreich, eine kleine Reise zu unternehmen in jene ferne Zeit, die zumal in deutschen Landen gemeinhin unter dem Rubrum «Die Wilden Zwanziger» Eingang in die Geschichte gefunden hat. Wild, das ist für die Mehrzahl derer, die von dieser Zeit schwärmen, ein nachgerade romantisch verfügtes Synonym für das Ausschweifend-Anarchistische – wobei es weit mehr den sexuellen Kontext bemüht als die politischen, gesellschaftlichen Gegebenheiten.
Zugegeben eine verständliche Ansicht: Natürlich spricht man lieber über die Liebe als über das Leben.
So auch in der Operette. Dass sie, nicht zuletzt in Wien und Berlin, den seinerzeit führenden Kunststädten, eine Blütezeit erlebte, verdankt sich wohl auch der Tatsache, dass man die «leichte Muse» dringend benötigte, um das Schwere besser verdauen zu können. Denn schwer war diese Zeit zwischen zwei Weltkriegen allerdings; existenziell. Die Inflation preschte mit Feuereifer voran, der «Schwarze Freitag» war in der Ferne schon sichtbar wie jener Orkan, der auf Mahagonny zusteuerte. Der nicht eben unbeträchtliche Unterschied: Mahagonny wurde verschont.
Das ist, in groben Zügen, der Kontext, in dem Franz ...
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Wo des Allmächtigen Einfluss beständig spürbar, wo der Mensch selbst samt seiner Ideale an diesen gekoppelt ist wie ein Schaf an seinen (guten?) Hirten, wo also gleichsam göttliches Licht gen Erden strahlt, damit es hell werde in den Seelen der Menschen – da wirkt ein mit winzigen Lichtschlitzen ausgestatteter Kirchenraum, der zugleich ein ausfluchtsloser Ort ist,...
