Aus dem Vollen

München | Opernfestspiele | Srnka: Make No Noise Mozart: Mitridate, rè di Ponto Dargay: Undankbare Biester

Opernwelt - Logo

Messiaen und Mozart, Srnka und Krétakör – das macht: zwei große Premieren, zwei neue Kammeropern. Dazu, in fünf Festspielwochen, zwölf Werke des Repertoires, einschließlich der Neuproduktionen der Saison, Ballett, Konzerte, Liedrecitals, «Oper für alle», Jugendprogramme, die kunstintellektuellen Zugaben mit Film- und Medienkunst, Ausstellungen, Lectures. Das größte Opernhaus Deutschlands gibt sich hoch ambitioniert umtriebig.

Was früher das fast intime finale Festspiel jeder Opernsaison war – Repertoire-Aufführungen möglichst in Weltklasse-Besetzung –, beansprucht heute mehr Zeit/Raum, Kunst/ Künstler, Marketing/Publicity. Und es gibt neuerdings den Experimentalspielort Pavillon 21. Nikolaus Bachler hat seine Opernfestspiele zum Groß-Event mit internationalem Flair plus Laborcharakter hochgezogen.

Schon Bachlers Vorgänger Sir Peter Jonas betrieb die Erweiterung des Festivals, der Programme wie der Spielorte. Nur den metallglänzenden Pavillon 21 der Architekten Coop Himmelb(l)au, 2010 auf dem Marstallplatz hinter dem Nationaltheater als «Mini Opera Space» errichtet, hatte er noch nicht. Die aktuelle Uraufführung dort lieferte Komponist Miroslav Srnka, 1975 in Prag geboren, in Paris ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt September/Oktober 2011
Rubrik: Panorama, Seite 69
von Wolfgang Schreiber

Weitere Beiträge
Bregenzer Festspiele

Es war die letzte Spielzeit des lange amtierenden Präsidenten Günter Rhomberg bei den Bregenzer Festspielen. Außerdem steht der nächste künstlerische Chef Roland Geyer (bislang Theater an der Wien) bereits in den Startlöchern. Trotzdem hat David Pountney noch das Sagen am Bodensee. Und er hat bei der englischen Komponistin Judith Weir eine Uraufführung bestellt....

Geschlossene Gesellschaft

«Alles steht und fällt mit der Medea» – eine Binsenweisheit für jede Aufführung von Euripides’ Tragödie. Sie gilt natürlich auch für Luigi Cherubinis gleichnamige Oper von 1797. Francesca Zambello, Intendantin des Glimmerglass Festivals, traf eine glänzende Wahl, indem sie mit Alexandra Deshorties eine bemerkenswerte Sängerdarstellerin engagierte. Die Stimme der...

«Wagner ist unser Mount Everest»

Herr Reuter, bei Ihnen könnte sogar ein kleines Kind erraten, dass Sie Sänger sind. Sie haben die klassische Opernsänger-Sprechstimme
Ich weiß (lacht). Ich habe in Wirklichkeit keine Sprechstimme, sondern spreche mit meiner Opernstimme. Es hat sich irgendwie so entwickelt. Die Sache ist nur die: Ich versuche auch umgekehrt, mit meiner Sprechstimme zu singen. Ich...