Sprungbrett

Seit zehn Jahren leitet Dominique Mentha das Luzerner Theater, das älteste professionelle Mehrspartenhaus der Schweiz. Aber auch das «jüngste» – eine Werkstatt für Nachwuchssänger, die hier die Chance erhalten, den Opernalltag unter Real­bedingungen kennenzulernen

Herr Mentha, das Durchschnittsalter Ihres Ensembles liegt bei gefühlt 30 Jahren. Haben Sie etwas gegen ältere Sänger?
Um Gottes Willen, natürlich nicht. Als ich vor zehn Jahren nach Luzern kam, war mir aber bald klar, dass dieses kleine Theater ein ideales Forum für junge Sängerinnen und Sänger bietet, die erste Erfahrungen auf der Bühne sammeln wollen. Das Haus, das Team, das Repertoire – alles ist überschaubar. Dass wir uns hier auf Barock, Klassik, zeitgenössisches Musiktheater und Operette beschränken müssen, ist für Anfänger ein Vorteil.

Sie können in Luzern von der Pike auf den Alltag eines Opernsängers kennenlernen. Das Prinzip lautet: Learning by doing.

Wo finden Sie Ihre Solisten?
Zum Beispiel in der Musik-Abteilung der Luzerner Hochschule – obwohl die Gesangsausbildung dort nicht zu den Kernkompetenzen gehört. Wir machen regelmäßig Projekte mit den Studenten und finden immer wieder junge Stimmen, die für das Theater geeignet sind. Stefani Erni etwa, eine der beiden Sopranistinnen in unserer Produktion von Chaya Czernowins «Pnima» [siehe S. 12], kommt von der Hochschule. Den Bariton Todd Boyce, der dem Ensemble seit 2011 angehört, und den Tenor Tobias Hächler, der in dieser ...

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Opernwelt November 2013 2013
Rubrik: Apropos..., Seite 87
von Albrecht Thiemann