Apropos... Orchesterarbeit

Geht das auch zu Corona-Zeiten? CD-Aufnahmen mit vollbesetztem Orchester in (fast) «normalen» Abständen? Festspiele mit Tausenden von Besuchern? Oper für und mit Publikum? Marcus Bosch, Künstlerischer Leiter der Opernfestspiele Heidenheim und seit 2020 auch Chef dirigent der Norddeutschen Philharmonie Rostock, hört seit Beginn der Pandemie ständig, was alles nicht geht, und lotet vielfach aus, was dann doch geht

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Herr Bosch, ein offener Brief an die Bundeskanzlerin, Vorsitz in der GMD-Konferenz etc.: Wie bewerten Sie diesen Teil Ihres Terminkalenders?
Das alles sind wichtige Bestandteile meiner Arbeit, aber sie dienen ausnahmslos dem einen Ziel: Musik zu machen unter möglichst guten Bedingungen. Dass ich für dieses Ziel auch viele Aufgaben wahrnehme, die mit Proben, Aufführungen, Aufnahmen nicht direkt zu tun haben, liegt auf der Hand.

Apropos Aufnahmen: Sie haben Aufnahmen für CDs und Rundfunk gemacht.

Jeweils mit vollem Symphonieorchester, mitten im Absagen-Sommer 2020?
Ich wollte die Unmöglichkeit, mit meinen Orchestern zu musizieren, nicht akzeptieren. Ich habe eine Biotech-Firma als Sponsor für Covid-Tests gewinnen können, zunächst für die Cappella Aquileia, das Orchester der Opernfestspiele Heidenheim, dann für die Norddeutsche Philharmonie und zehn weitere DOV-Orchester, als Pilotprojekt mit der GMD-Konferenz. In Heidenheim konnten wir dann – in enger Absprache mit den Behörden – eigentlich ganz normal arbeiten, als zweites Orchester weltweit nach den Wiener Philharmonikern. Das war ein wichtiges Zeichen.

Eine Studioaufnahme als wichtiges Zeichen?
Ja. In der Cappella Aquileia ...

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Opernwelt März 2021
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Stephan Knies

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