... Amerika

Apropos ... Amerika: Sondra Radvanovsky

Frau Radvanovsky, an der Met sind Sie ein Star, bei uns kennt man Sie kaum. Wie kommt das?
Das Problem ist, dass man in Europa zu spät bucht. In Nordamerika mache ich die Verträge sechs bis sieben Jahre im Voraus, in Europa fragt man jetzt für die nächste Saison an. Ich bin der Diskussionen darüber schon fast müde.

Was müssen Sie ändern, um mehr Auftritte in Europa möglich zu machen?
Die Mentalität meines Managers in New York. Er muss begreifen, dass das etwas ist, was ich wirklich tun will.

Fast alle Sänger, die in Nordamerika eine Karriere gemacht haben, waren in Europa erfolgreich. Ich kann nicht davon ausgehen, dass Menschen aus aller Welt an die Metropolitan Opera kommen, nur um mich zu hören. Und das sage ich trotz der Kino-Übertragungen, durch die viele Leute auf mich aufmerksam geworden sind. Außerdem kommt die Oper doch aus Europa! Und ich liebe die europäische Mentalität. Mir erscheint der American Way oft nicht sehr fortschrittlich.

Was haben Sie gegen Amerika?
Nichts, aber ich lebe doch lieber im europäischeren Toronto. Meine Vorfahren sind halb dänisch, halb tschechisch. Die Amerikaner denken, dass sie die Besten auf der Welt sind. Dabei kann man sich kaum vorstellen, wie ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2012
Rubrik: Apropos, Seite 87
von Kai Luehrs-Kaiser

Weitere Beiträge
Was kommt...

«Babylon» heißt die neue Oper von Jörg Widmann. Das Libretto hat kein Geringerer geschrieben als Peter Sloterdijk. Die Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper am 27. Oktober wird mit Spannung erwartet. Die musikalische Leitung hat Kent Nagano.

Der große Medienteil in der Dezember-Nummer von «Opernwelt» bringt Besprechungen von neuen und historischen...

Extremliebhaber

Die Bibliothekarin der Bayerischen Staatsbibliothek in München hatte es ja gut gemeint. «Lustige Weiber von Windsor»? Kein Problem. Wenig später lag die Partitur vor Georg Hermansdorfer – nur leider war es diejenige von Otto Nicolai. Doch der Oberbayer hatte es auf etwas anderes abgesehen, auf die Vertonung von Carl Ditters von Dittersdorf. Die einzig erhaltene...

TV-Klassiktipps

ARD
23.11. – 0.30 Uhr
«Zum Sterben schön».
Film von Harald Woetzel über Musik für das letzte Finale.

ARTE
1./7./13./19.11. – 6.00 Uhr
Vadim Repin interpretiert
Lalo: Symphonie espagnole. Orchestre philharmonique de Radio France, Myung-Whun Chung.

2.11. – 6.00 Uhr
Für mein Leben habe ich kämpfen müssen.
Dokumentation von Georg Wübbolt über Sir Georg Solti.

4.11. – 17.10 Uhr
14....