Am Limit

Puts: The Hours an der Metropolitan Opera New York

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Gute Nachrichten aus New York: Die Uraufführung von Kevin Puts’ Oper «The Hours» auf ein Libretto von Greg Pierce ist ein veritabler Erfolg. Der Komponist, der sich zuvor unter anderem mit Werken wie «Silent Night» (Minnesota Opera, 2011) und «Elizabeth Cree» (Pittsburgh, 2017) einen Namen gemacht hatte, legt mit seinem neuen Werk, dessen konzertante Premiere Yannick Nézet-Séguin bereits im März vergangenen Jahres mit dem Philadelphia Orchestra präsentiert hatte, eine schöne, komplexe Partitur vor.

An der Metropolitan Opera gelingt deren Musikdirektor Nézet-Séguin nun eine prächtige Interpretation mit ausdrucksvoll gestalteten Übergängen und einer bezwingenden Rhetorik; lediglich die Textverständlichkeit lässt in einigen konzertanten Passagen Wünsche offen. Im Vergleich mit Puts’ Vorgängerwerken liegen die Quellen für «The Hours» offenkundig zutage: Barber, Britten, Strawinsky, Philip Glass sowie ein Hauch von Janáčeks «Jenufa» werden hörbar; der zweite Akt erinnert in seinem Leuchten an Faurés «Requiem», die (leider völlig entbehrliche) Szene in einem Blumenladen beschwört Mozarts «Zauberflöte» herauf; und das (zugegeben herrliche) Terzett im Stil von Strauss’ «Rosenkavalier» ...

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Opernwelt Februar 2023
Rubrik: Panorama, Seite 39
von David Shengold

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