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Es war eine Theaterspielzeit, in der es viel Theater ums Theater gab, bei dem es zuerst um die Relevanz von Kultur ging, die in dem von der Politik verlautbarten Ranking zum Entsetzen des ganzen Betriebs irgendwo weit hinten kurz vor den Bordellen rangierte. Unter künstlerischen Aspekten ist diese Spielzeit kaum zu werten, weil die längste Zeit nur digitale Angebote herauskamen, live oder on demand, kostenfrei oder gegen mitunter gesalzene Gebühren.

Aber die wirklich gut finanzierten Häuser wie etwa die Bayerische Staatsoper konnten schlagkräftig reagieren und qualitativ halbwegs akzeptable Streamings anbieten.

Die kleineren Häuser boten zum Teil originelle kleinere Formate digital an. Kurz vor dem zweiten Lockdown gab es noch ein paar wenige sehr überzeugende Corona-gerechte Live-Aufführungen, etwa in Nürnberg («L’Orfeo») und Mannheim (Uraufführung von «Dark Spring»), die aus den Einschränkungen ästhetischen Gewinn zogen.

Besonders mutig waren im vergangenen Sommer und dieses Jahr an Pfingsten die Salzburger Festspiele, weil sie die ersten waren, die mit ausgefeiltem Hygienekonzept schon in der ersten Welle bewiesen, dass man sowohl ohne Abstandsregeln arbeiten kann (mit massiver ...

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Opernwelt Jahrbuch 2021
Rubrik: Umfrage Kritikerstatements, Seite 117
von Regine Müller («WDR», «taz», «NZZ», Düsseldorf)

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