Charlotte in Weimar

Die Klassiker und das Musiktheater: Mit Massenets «Werther» begibt sich das Nationaltheater auf Spurensuche

Deutsches Nationaltheater. Namen können auch eine Bürde sein. Weimar ist eine Stadt mit großer Vergangenheit. Goethe, Schiller, Herder, Liszt. Aber heute eben auch eine Kleinstadt mit einem ganz normalen Stadttheaterpublikum. Und vielen Touristen. Es ist nicht immer leicht, den unterschiedlichen Erwartungen, Ansprüchen, Mentalitäten gerecht zu werden. Das neue Leitungsteam um Intendant Hasko Weber weiß das, gibt sich bescheiden, sammelt Erfahrungen und Informationen über die soziale Chemie des Ortes.

Erst mit der dritten Spielzeit könne man «punktgenau treffen», meint Operndirektor Hans-Georg Wegner bescheiden. Erst dann kenne man das Ensemble, die Mitarbeiter, aber auch die Menschen in der Stadt so gut, dass man genau planen könne. Natürlich ist er sich längst des Spagats bewusst, der einem Nationaltheater gelingen muss, das Einheimische, Studenten und Kulturreisende zugleich ansprechen will. Eine Idee: Die Rezeption der Weimarer Klassik im Musiktheater zu betonen – eine Produktion pro Spielzeit soll diesem Thema gewidmet sein. Ein Projekt, das den Blick auf Europa weitet. Welche Spuren haben die Weimarer Klassiker etwa in der französischen oder italienischen Oper hinterlassen? ...

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Opernwelt März 2014
Rubrik: Magazin, Seite 86
von Tatjana Böhme-Mehner