Auf Abruf

Theater-TV: Ein neues Internet-Portal präsentiert Videoclips zu aktuellen Operninszenierungen

Quizfrage: Was verbindet die Staatsoper in Hannover mit dem Braunschweiger Staatstheater – außer der Bundesbahn oder der A2? Antwort: Die beiden Häuser werden wohl als Pioniere eines neu­artigen Online-Service in die Geschichte eingehen, der es ihren virtuellen wie realen Besuchern erstmals erlaubt, sich anhand kurzer Videofilme über aktuelle Produktionen zu informieren.

Möchte man zum Beispiel wissen, wie Regisseur Elmar Fulda auf der Hannoveraner Bühne «Hoffmanns Erzählungen» eingerichtet hat oder ob Wilhelm Busch wirklich operntauglich ist, wie Edward Rushton das mit seinem Stück «Die fromme Helene» in Buschs Heimatstadt behauptet – kein Problem.
Das Internet-Portal www.theater-tv.com macht’s möglich: Ausschnitte aus zwanzig Balletten und Opern hält das kürzlich gestartete Clip-Archiv inzwischen bereit. Das Staatstheater Braunschweig ist dort bis dato mit acht Clips vertreten, unter anderem zu Kerstin Pöhlers «Otello» und «Traviata» sowie zu Mascha Pörzgens «Katja Kabanova». Und der Kreis der Interessenten wächst: Nach einem Testlauf erwägen nun auch das Bremer Theater und die Hamburger Staatsoper, ihr Publikum künftig multimedial anzusprechen.
Ausgedacht haben sich das Projekt ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Mai 2007
Rubrik: Magazin, Seite 32
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Drei tolle Tage

Figaro› wird von Musik-Kennern am meisten geschätzt. An Gedanken-Reichtum gleicht er dem ‹Idomeneo›, an Originalität weicht er keiner anderen». So wusste es vor mehr als zweihundert Jahren Franz Xaver Niemetschek, Augenzeuge der enthusias­tisch aufgenommenen Prager Erstaufführung der Oper. Ganz falsch ist das Urteil des ersten Mozart-Biografen auch heute nicht....

Gedämpfte Farben

2005 wurde Nina Stemme in der «Opernwelt» zur «Sängerin des Jahres» gewählt. Im selben Jahr war sie Bayreuths vielbewunderte Isolde in Christof Marthalers wenig bewunderter Inszenierung. Die schwedische Sopranistin hat es klug vermieden, sich danach als Wagner-Stimme abstempeln zu lassen. Statt landauf, landab als Isolde oder Sieglinde zu gastieren oder gar, was...

Jagdszenen im Zwischenreich

Für die gesamte Musik- und Theaterwelt stand fest, dass 1976, zur Zentenarfeier der Bayreuther Festspielgründung wie der Uraufführung des «Ring des Nibelungen», eine Neuinterpretation der Tetralogie anstand. Etwas Sensationelles musste her, Zeitgenossenschaft war gefragt; doch schon witterten die Uralt-Wagnerianer, den Schock von Götz Friedrichs...