«Ich mag es gern üppig»

Vom Segen der Teamarbeit, von der Lust auf Technik und von den Schwierigkeiten mit dem «Parsifal» – die Bühnenbildnerin Heike Scheele im Gespräch mit Karin Winkelsesser und Albrecht Thiemann

Frau Scheele, Sie setzen gern und extensiv die Hebel der «klassischen» Theatermaschinerie in Bewegung...
Die technischen Aspekte von Theater- und Opernaufführungen haben mich schon immer fasziniert. Die Veränderungen und Wandlungen des Bühnenraums sind für mich eng mit dem Theatererlebnis verknüpft. Auch die his-
torische Entwicklung der Technik, die fortschreitende Erweiterung und Verfeinerung der Abläufe finde ich spannend – von der Barockbühne über die Erfindung der Drehbühne bis zu Max Reinhardts Rundhorizont und Arenabühne.


Sie arbeiten bevorzugt mit einem Regisseur, der nicht nur die Figuren, sondern auch die Bühne selbst dynamisiert...
Die Zusammenarbeit mit Stefan Herheim dauert bereits zehn Jahre – seit wir 1999 am Oldenburger Staatsheater «Die Zauberflöte» gemacht haben. Mit ihm kann ich, egal um welches Stück es geht, immer wieder neu anfangen. Das war auch im Fall des Bayreuther «Parsifal», der Brüsseler «Rusalka» oder des Berliner «Lohengrin» so. Am Anfang geht es darum, gemeinsam den Raum zu erkunden. Das ist für uns jedes Mal ein Abenteuer. Wenn dann am Ende das komplette Bühnenbild steht und – sei es technisch noch so aufwändig – visuelle Zeichen setzt, die unmittelbar ...

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Opernwelt Jahrbuch 2009
Rubrik: Aufführung des Jahres, Seite 28
von Karin Winkelsesser und Albrecht Thiemann

Vergriffen
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Abgesang

Als Albrecht Puhlmann im Herbst 2003 zum Intendanten der Staatsoper Stuttgart berufen wurde, herrschte allseits Zufriedenheit. Man glaubte, in dem Dramaturgen und Opernchef (Basel, dann Hannover) einen idealen Nachfolger für Klaus Zehelein, den erfolgreichen Vordenker eines konzeptionellen Musiktheaters, gefunden zu haben. Das vorzeitige, bittere Ende für Puhlmann...

«Entweder man hat’s oder man hat’s nicht»

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Immer im Gespräch

Herr Delnon, bei Ihrem Amtsantritt vor drei Jahren hatten Sie die Vorgabe, drei Millionen Schweizer Franken aus dem Etat des Theaters einzusparen. Wie war das möglich?
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