Erschütternd
Schon nach den drei ersten Akkorden von Puccinis «Tosca», den schlimmen Schlägen des Bösewichts Scarpia, ist klar: Das klingt nicht nach «Kammerfassung». Die muss man erwarten in der Stockholmer Folkoperan: Das Haus muss nicht nur ohne Seiten- und Hinterbühne auskommen, sondern auch ohne Orchestergraben. Die volle Puccini-Kapelle muss also mindestens gedrittelt, die Partitur komplett umgeschrieben werden. Im Programmheft vergleicht Henrik Schaefer, der musikalische Leiter der Folkoperan, seine Arrangements mit der Suche nach der «Musikalischen DNA».
Die Scarpia-Akkorde dröhnen nun im vollen Holz- und Blechbläserklang, unterstützt von Schlagwerk; dazu kommen ein Kontrabass, eine Harfe – und ein Keyboard für die zarten Celestaklänge, die Te-Deum-Orgel und die Kanonenschüsse. 24 Musikerinnen und Musiker beweisen unter Schaefers Leitung, dass diese Reduktion die musikalische Substanz der «Tosca» wirklich zum Klingen bringt.
So nah wie auf der Folkoperan-Bühne sind die Protagonisten ihrem Publikum sonst nie – und das in mehrfacher Hinsicht, denn gesungen wird (wie immer hier) in der Landessprache. Umso wichtiger, dass die Sängerinnen und Sänger in diesem Kammerspiel des Schreckens ...
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Opernwelt November 2025
Rubrik: Panorama, Seite 51
von Stephan Knies
Extrem
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Expe...
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Ir...
