Doppelspiel
Kurz bevor er sich mit «Paganini» der tragischen Operette zuwandte und damit die erste große Rolle für Richard Tauber schuf, wollte sich Franz Lehár noch mit einem unbeschwerten «Lachtheater», einer genuinen «Lustspieloperette» einen «Polterabend, bevor es ernst wird» (Volker Klotz) gönnen.
Herausgekommen ist «Cloclo», eine nach der Uraufführung 1924 als «grandioser Erfolg» bezeichnete, in Berliner und Londoner Bühnenversionen sowie einer Filmadaption nachhaltig auch international populär gewordene Perle des Genres, die aber nach dem Zweiten Weltkrieg gänzlich aus dem Repertoire verschwand. Textdichter Béla Jenbach griff einen kassenerprobten Schwank von 1914 auf, «Der Schrei nach dem Kinde». Die Pariser Varietétänzerin Cloclo Mustache ersucht einen ihrer zahllosen Verehrer, den Provinzbürgermeister Severin Cornichon, um finanzielle Unterstützung. Ihren Bittbrief fängt Cornichons Frau ab, die freilich fälschlicherweise – Cloclo nennt Severin vertraulich «Papa» – glaubt, hier handle es sich um ein uneheliches Kind ihres Mannes. Doch statt ihm zu zürnen, holt sie das Kind zu sich nach Perpignan, adoptiert und verlobt es, um ihm eine bürgerliche Zukunft im Schoß der Familie zu ...
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Opernwelt März 2021
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 37
von Karl Harb
Im April 2007 fand, schon lange überfällig, in Salzburg ein internationaler Strawinsky-Kongress statt, der einen doch leicht konsterniert zurückließ. Vergegenwärtigte er doch noch einmal die ein halbes Jahrhundert zurückliegende Kontroverse über Theodor W. Adornos «Philosophie der neuen Musik», samt ihrer Suche nach der «wahren» authentischen Moderne im Lichte der...
Es kann passieren, dass man im Gespräch mit ihr nicht weiterkommt. Weniger, weil der Stoff ausginge, sondern weil die Luft wegbleibt. Wobei das meist plötzliche, immer befreiende, ansteckende Lachen von Golda Schultz, die Mutter hat ihr das oft gesagt, gern auch an unpassenden Stellen passiert. Franz Welser-Möst hat das offenkundig nicht irritiert. 2014, bei den...
alpha
14.03. – 21.30 Uhr
Der Goggolori – Eine Oper wird geschrieben
14.03. – 22.10 Uhr
Hiller: Der Goggolori
Die «bairische Mär mit Musik in acht Bildern und einem Epilog» auf ein Libretto von Michael Ende wurde ein Jahr nach der erfolgreichen Uraufführung 1985 am Staatstheater am Gärtnerplatz aufgezeichnet.
ML: Schick, I: Meyer-Oertel, S: Fürst, Weckert, Klepper,...
