Knallige Wiedergeburt

Donizetti: Olivo e Pasquale Bergamo / Teatro Sociale

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Secco-Rezitative? Frauen in Hosenrollen? Im Neapel des frühen 19. Jahrhunderts galt das schon als altmodisch, jedenfalls an den kleineren Theatern. Man zog den Mezzos hohe Tenöre vor, an die Stelle der Rezitative traten gesprochene Dialoge – wie im Singspiel oder der Opéra comique, bloß im neapolitanischen Dialekt.

Für die Premiere von «Olivo e Pasquale» 1827 im Teatro Nuovo sopra Toledo nahm sich der junge Donizetti deshalb sein Stück, das erst wenige Monate zuvor in Rom uraufgeführt worden war, noch einmal vor und brachte dem Süden eine zeitgemäßere, tatsächlich auch bessere Fassung.

In Jacopo Ferrettis witzigem Libretto – von dem römischen Autor stammt unter anderem der Text zu Rossinis «Cenerentola» – geht es um zwei ungleiche Brüder. Der eher entspannt veranlagte Pasquale und der neurotische Workoholic Olivo, daheim ein Tyrann, geraten aneinander, als ihre Nichte respektive Tochter Isabella verheiratet werden soll. Die hat eigene Pläne, denn sie liebt insgeheim Camillo, einen bescheidenen Burschen, der im Familienunternehmen als Buchhalter arbeitet. Trotz aller möglichen Querschläge – ein Möchtegern-Verlobter, ein lachhafter Schmarotzer und eine intrigante Zofe machen ...

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Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Carlo Vitali

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