«Ich sehe heute alles in anderem Licht»
Herr Carreras, war die zweite und letzte Vorstellung von «El Juez» in Wien eigentlich Ihr letzter Auftritt auf der Opernbühne?
Wer sagt das?
Nun, in Ihrem offiziellen Terminkalender tauchen keine Folgeprojekte auf.
Ach, wer weiß. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, etwas in dieser Art zu singen, eine Oper, in deren Entstehung ich von Beginn an einbezogen bin, bei der ich genau um meine Figur weiß – warum nicht? Ich denke dabei nicht unbedingt an den musikalischen Aspekt, sondern eher an den Charakter meiner Rolle und an das Thema des Stücks.
Für mich war «El Juez» eine schöne Erfahrung, die ich sehr genossen habe. Außerdem hatten wir eine wunderbare Besetzung. Alles passte irgendwie zusammen.
Im Herbst starten Sie Ihre letzte Tournee. Sie haben kürzlich gesagt: «Mal sehen, ob sie zwei oder drei Jahre dauert.» Also ein Abschied mit Open End?
Nein, ich will das ja nicht so halten wie gewisse Toreros. Meine Idee ist, auch wenn sich das vielleicht nicht ganz realisieren lässt: Ich möchte an jeden Ort, in jeden Konzertsaal, in jedes Opernhaus zurückkehren, wo ich einmal aufgetreten bin. Ich versuch’s einfach mal. Ich weiß selbst nicht, wie lange das alles dauern könnte, dafür müssen ja sehr ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Interview, Seite 46
von Markus Thiel
Frau Prohaska, Sie haben kürzlich ein Album mit Arien von Purcell, Graupner, Sartorio, Locke, Castrovillari, Händel, Hasse und Cavalli veröffentlicht. Titel: «Serpent & Fire» – ein blütenreines Konzeptalbum. Warum ist das nicht bei Ihrem Haus-Label, der Deutschen Grammophon, erschienen?
Es war dort geplant. Als sich die Führungsstruktur bei der Deutschen Grammophon...
Seit 1945 spielt hier allsommerlich die Musik. Auf einem prachtvollen Landsitz, etwa 80 Kilometer nördlich von New York City. Damals luden die Eigentümer des Anwesens, der aus Berlin emigrierte Walter Rosen und seine Frau Lucy Bigelow (die übrigens einen Narren am Theremin gefressen hatte), erstmals zum Festival. Ein Musikzimmer und ein Hof in spanischer Anmutung...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theater-aachen.de
– Bock, Fiddler on the Roof: 18. (P), 25.9.; 2., 5., 13., 22., 30.10.; 5., 25.11.; 17., 25., 31.12.; 20.,...
