Doppelspiel

Brand: Stormy Interlude Salzburg / Landestheater

Kurz vor der Premiere macht ein Gerücht die Runde. Max Brands «Stor­my Interlude» dauere nicht einmal vierzig Minuten, also spiele man das Stück gleich zweimal hintereinander. So etwas kannte man bisher eigentlich nur von Karlheinz Stockhausen, der vor allem bei Uraufführungen einzelner Szenen des «Licht»-Zyklus dem Publikum nach der Pause die Möglichkeit bieten wollte, alles noch mal aus anderer (Hör-)Perspektive zu ­erleben.

Aber macht so etwas Sinn bei einem 1955 komponierten Einakter eines fast völlig vergessenen Komponisten? Max Brand (1896-1980) befasste sich zwar ausführlich mit elektronischer Musik, «Stormy Interlude» ist jedoch ein orchestral eher traditionell besetztes Werk. Regisseurin Amélie Niermeyer hatte die Idee einer doppelten Aufführung – und traf damit voll ins Schwarze.

In einer virtuosen film noir-Atmosphäre spielt sich der Konflikt zwischen einer Mutter und ihrer Tochter ab. Die Mutter hat ein Alkoholproblem, reißt ständig die Haustür auf, die Tochter wirkt psychisch ebenfalls ziemlich instabil. Mehrfach geraten die beiden aneinander, vieles wiederholt sich. Bis ein Fremder in die unidyllische Einsamkeit bricht. Eigentlich ist es ein Verbrecher, doch die ...

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Opernwelt Juli 2016
Rubrik: Panorama, Seite 41
von Jörn Florian Fuchs

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Auswege

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Man nehme etwa den diesjährigen «Parsifal»: Zwar spielt ein...

Spielpläne

ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme


Deutschland

Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
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– Le Toréador: 2., 9.
– Die verkaufte Braut: 3., 6., 10.

Mörgens
– Gold!: 5.

Bad Aibling
opernbühne e. V.

Tel....

Editorial

«Heute findet jede Zeitung / größere Verbreitung durch Musikkritiker / Und so hab auch ich die Ehre / und mach jetzt Karriere als Musikkritiker», schnodderte Georg Kreisler in den Sechzigern mit herrlich gerolltem «rrr». Der Rezensent in seinem Song hat von Tuten und Blasen keine Ahnung, dafür rächt er sich an den Künstlern. Er hat mit dem Publikum rein gar nichts...