Jubel, Trubel, Heiterkeit

Rossini: Il barbiere di Siviglia Glyndebourne / Opernhaus

Die Klassiker sind einfach nicht wegzudenken aus dem Repertoire. Das gilt auch für Rossinis exakt 200 Jahre ­alten «Barbier von Sevilla», der selbst angesichts einer Schwemme von Ausgrabungen, die inzwischen noch das obskurste Werk des italienischen Komponisten aus der Versenkung gespült hat, immer seine beliebteste Oper sein dürfte. Und bei einer schlagenden Produktion mit starkem ­Ensemble weiß man auch gleich wieder, wieso.

Annabel Ardens Inszenierung für das Glyndebourne Festival ist so ein Fall.

Die Regisseurin gründete 1983 zusammen mit Simon McBurney und Marcello Magni das in Großbritannien beheimatete Théâtre de Complicité (mittlerweile schlicht Complicité). Zwar hat sich das Kollektiv inzwischen zerstreut. Doch die Ursprünge der Künstlerin sind in ihrer Regiehandschrift durchaus spürbar, nicht zuletzt in der lebhaften Bewegungssprache. Pointierter Humor und physische Vitalität verweisen auf die Commedia dell’Arte-Wurzeln des Werks, wobei die hinzuerfundenen komischen Einmischungen dreier Statisten übers Ziel hinausschießen, teilweise sogar schlicht verwirrend sind. Urkomisch allerdings die Szenen, in denen die Truppe als Müllbrigade agiert. Einen Volltreffer landet auch ...

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Opernwelt Juli 2016
Rubrik: Panorama, Seite 37
von George Hall

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