Zandonai: I cavalieri di Ekebú

Triest

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Riccardo Zandonai stammte aus dem gebirgigen Trentino, was vielleicht seine Vorliebe für das frostige Sujet der «Cavalieri di Ekebú» erklären hilft. Selma ­Lagerlöfs schwedischer Nationalroman «Gösta Berling» erhielt seine Vertonung im Geiste des Verismo, jedoch in den überwältigenden Sphärenklängen des italienischen Expressionisten, der bereits mit dem Melodram «Francesca da Rimini» seine Kunst als exotischer Tonweltenschöpfer unter Beweis gestellt hatte.

Die Idee, mit dem handlungsarmen schwedischen Seelendrama – harte Kost für ein Belcanto-Publikum – festlich die Saison zu eröffnen, zeugt vom Mut des Triestiner «Teatro Verdi».
Obwohl er wie andere Kollegen – etwa das notorische Schwarzhemd Mascagni – dem faschistischen Regime nicht feindlich gegenüberstand, zeichnet sich Zandonai mit seiner Partitur von 1922 doch durch europäischen Weitblick aus: Die Musik brilliert mit Wagner’schen Leit­motiven, Debussy’schen Melodie­schat­tierungen und einer raffinierten Orchest­rierung à la Richard Strauss. Steven Mercurio am Pult arbeitet diese handwerk­lichen Feinheiten ohne jeden Schmelz heraus. Wohltuend: Es fehlt das kriegerisch-kraftmeierische Element des späten Puccini oder seines ...

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Opernwelt Januar 2005
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 56
von Birgit Pauls

Vergriffen
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