Wie schwer ist doch das Leichte
Das Stück ist viel schwerer, als es auf den ersten Blick scheint. Ein erster Blick auf die vollgestellte Bühne mit den zwei roten Wohnwagen (Noëlle Ginefri) verheißt pure Leichtigkeit des Seins, das bekannte Theater auf dem Theater: Statt eines Vorhangs sieht das hereinspazierende Publikum auf die betriebsame Szenerie einer italienischen Wandertheatertruppe, deren Personal sich sportiv mit Aufwärmübungen abmüht.
Hastig-komödiantisches Milieu, die bunt-adretten Kostüme der Darsteller (Sylvie Martin-Hyszka), das alles soll auf den frühen Federico Fellini hindeuten, Filme wie «La Strada» oder «I notti di Cabiria». Doch Irina Brook, regieführende Tochter des britischen Theatergenies Peter Brook, hat sich von der italienischen Kinostimmung der Fünfzigerjahre mehr überrumpeln als inspirieren lassen, um Donizettis virtuos spielerisches Melodramma auf die Beine zu stellen. Britische Einstellung, so Brook in der «Berliner Morgenpost» vorab, sei eben: «Wenn man etwas leicht nehmen kann, dann sollte man es auf jeden Fall auch tun.»
Der Ansatz wäre für eine romantisch-nostalgische Buffa von 1832 nicht gleich verfehlt. Und doch kann das von Donizetti und dem Librettisten Felice Romani ...
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Opernwelt Juni 2014
Rubrik: Panorama, Seite 38
von Wolfgang Schreiber
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theater-aachen.de
– Offenbach, Die Banditen: 8. (P), 14., 19., 22.6.; 2., 4., 6., 9.7.
ML: Hiemeyer, I: Pfeil, B: Vinciguerra, K:...
Wir sind nicht fröhlich oder traurig. Wir sind fröhlich oder gewalttätig.» So hat Stephen King, der king of horror, das amerikanische Lebensgefühl einmal zugespitzt. Disneyland und Todesstrafe. Mörderische Spaßgesellschaft. Aus dieser Richtung scheint sich in Köln Regisseur Viestur Kairish dem Weber’schen «Freischütz» genähert zu haben. Der Wettstreit zwischen...
Herr Eiche, erst Mannheim, dann Wien, jetzt München: Sind Sie ein Ensemblemensch?
Die Erfahrungen in Mannheim waren sehr wichtig für mich, weil ich dort von Anfang an auch große Rollen singen durfte. Das hat mich sehr geprägt. Außerdem finde ich die Arbeit im Ensemble irgendwie spannender, ich kann die Aufgaben da mit meinen Kollegen über Jahre hinweg...
