Wichtige Regisseure der Saison

Ein guter Regisseur zeichnet sich, wie ebenfalls ein guter Dramatiker, dadurch aus, dass er die Wirklichkeit vermittels einer Fabel zu überhöhen weiß. Einem großen Regisseur gelingt es zudem, die Protagonisten dieser Fabel zu radikal authentischen (und autonomen) Bühnengestalten zu formen. Lorenzo Fioroni kann das, das zeigte sowohl seine Inszenierung von Dusapins Macbeth Underwolrd in Saarbrücken, als auch seine Lesart von Rameaus  Hippolyte et Aricie am Nationaltheater in Mannheim.

«Wie immer mischt sich bei Fioroni dem passionierten Tun ein Hauch von Sarkasmus unter, von würzig-gemeiner Sottise, hinter der es sich die Subversion gemütlich macht. Und das sieht man schon zu Beginn, im Prolog, der dem physikalischen Gesetz der Anziehung folgt.» (OW 6/2021)

Von vielsagenden Verhüllungen voll ist Nikolai Rimsky-Korsakows Oper Der goldene Hahn, die 1909 in Moskau, am Vorabend der Russischen Revolution, ihre Uraufführung erlebte. Barrie Kosky stellte sich an der Opéra national de Lyon im Mai der Herausforderung, eine heutige Lösung zu finden. «Kosky ist zu klug für Kurzschlüsse. Dabei ist das Ergebnis auf seine Weise spektaku­lärer und sinnreicher als jede platt-konkrete ...

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Opernwelt Jahrbuch 2021
Rubrik: Umfrage Kritikerstatements, Seite 120
von Red.

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