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Fachwechsel
Seine Händel-Interpretationen sind Legende. Doch nicht nur die. Philippe Jaroussky hat zahllose Werke des Barock mit seinem ätherischen, durchdringend hellen, silbrig schimmernden Countertenor belebt. Jetzt wagt er den Gang von der Bühne ans Pult. Am Pariser Théâtre des Champs-Élysées dirigiert Jaroussky ein Bühnenwerk, dessen Titelfigur er wohl noch im Traum singen könnte: Händels «Giulio Cesare». Wir sind dabei

Freiheitsliebe
Sein Leben in den vergangenen Jahren glich einer Achterbahnfahrt.

Immer wieder hoffte Kirill Serebrennikov darauf, seine Kunst frei ausüben zu können, immer wieder fuhr ihm die Politik in die Parade. Nun hat der russische Regisseur sein Heimatland verlassen. In Amsterdam inszeniert er Webers «Freischütz». Wir sprechen mit ihm

Frauenpower 1
Ihr liegen die tragischen Rollen. Sie war Mozarts Donna Elvira, Janáčeks Jenůfa, Wagners Senta, Sieglinde und Elsa. Manche Beobachter sehen in Cornelia Beskow die legitime Nachfolgerin ihrer Landsfrau Nina Stemme. Den ersten Schritt dazu hat die lyrisch-dramatische Sopranistin ge -tan: Kürzlich erhielt sie ein Birgit-Nilsson-Stipendium. Ein Porträt

Frauenpower 2
Ihre sängerische Ausbildung hat sie an der ...

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Opernwelt 6 2022
Rubrik: Impressum, Seite 104
von

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Offene Wunden

Plitsch – platsch – plitsch – platsch: Drei Akte lang ging das so. Wenn das Bayreuther Festspielhaus noch ein Tempel wäre, dann hätte Hermann Nitsch ihn im vergangenen Sommer entweiht – allein schon durch die Geräusche, die Farbe macht, wenn man sie eimerweise auf eine Leinwand schüttet, oder eher: wirft. Der Corona-Sommer machte es möglich, zu Wagners konzertant...

NOBLESSE OBLIGE

Wie das Idyll klingt, wenn es besungen wird? Vielleicht so: zart und irisierend in seinen stimmlichen Nuancen, anmutig und sanft in den aufgelockerten, sanft dahinfließenden Begleitfigurationen des Klaviers; als Ganzes versehen mit einem Aroma, das nach Frühling duftet, nach wolkenlosem Himmel, roten Rosen und durch Sonnenstrahlen hindurch flatternden...

«TÖNE AUS EINER ANDERN WELT»

Mit seinen mehr als 400 Liedern gehört der Schweizer Othmar Schoeck zu den produktivsten musikalischen Lyrikern des 20. Jahrhunderts. Im Konzert begegnet man den originellen, stilistisch zwischen Spätromantik und Moderne vermittelnden Kompositionen höchst selten. Selbst eine 2017 erschienene Gesamtedition seines Liedœuvres auf zwölf CDs hat nichts daran geändert....