Tragödien der Grausamkeit

Barockopern von Élisabeth Jacquet de La Guerre und Mademoiselle Duval

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Vor 40 Jahren war die französische Barockoper selbst in ihrer Heimat kaum mehr als ein Gerücht. Inzwischen bietet sie dem interessierten Hörer ein fast unerschöpfliches Füllhorn dar. Wer einmal ihrem unvergleichlichen Zauber erlegen ist, wird zum Nimmersatt – nicht zuletzt, weil französische Künstlerinnen und Künstler mit ihren Ensembles die einst führenden Engländer, Holländer und Belgier, von den Deutschen und Italienern ganz zu schweigen, längst überholt haben und das Feld der Barockmusik in fast allen Repertoire -bereichen dominieren.

Auf die öffentliche wie private Förderung jenseits des Rheins kann man hierzulande nur mit Neid blicken. An vorderster Front steht dabei das Centre de musique baroque de Versailles, das auf seinem hauseigenen CD-Label gerade zwei weitere Raritäten in Ersteinspielungen herausgebracht hat – die beiden einzigen von Frauen, von Élisabeth Jacquet de La Guerre und einer gewissen Mademoiselle Duval komponierten Opern, die vor dem 19. Jahrhundert an der Pariser Académie royale de musique zur Aufführung kamen.

Élisabeth Jacquet de La Guerre (1665–1729) ist die wohl bedeutendste Komponistin des französischen Barock. Neben Kantaten, Kammermusik und ...

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Opernwelt Mai 2024
Rubrik: CDs, DVDs und Bücher, Seite 28
von Uwe Schweikert

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