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Opernwelt Mai 2007
Rubrik: Schlusswort, Seite 80
von Jürgen Otten

Vergriffen
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Auf dem Prüfstand

Helsinki, Mitte März. Über der neuen, 1993 eröffneten Ooppera, dem lichtdurchfluteten Gebäude der Finnischen Nationaloper, strahlt die Frühlingssonne. Draußen, durch die verglaste Ostfassade gut sichtbar, glitzert der noch ver­eiste Töölö-See. Zwei Stunden vor der Premiere sieht man oben im Rangfoyer lauter heitere Gesichter. Aulis Sallinen, dessen 1978 im alten...

Nach neunundsiebzig Jahren: «Die ägyptische Helena» an der Met

Zum Kernrepertoire der Met zählt «Die ägyptische Helena» nicht gerade. Man muss bis 1928 zurückgehen, um auf die letzte Aufführung zu stoßen. In der Kritik hagelte es damals Verrisse, und an dieser Reserve hat sich in New York bis heute, da das Stück für Deborah Voigt wieder ausgegraben wurde, nichts geändert. Voigt ist eine Helena, die einem alten Film entstiegen...

Jagdszenen im Zwischenreich

Für die gesamte Musik- und Theaterwelt stand fest, dass 1976, zur Zentenarfeier der Bayreuther Festspielgründung wie der Uraufführung des «Ring des Nibelungen», eine Neuinterpretation der Tetralogie anstand. Etwas Sensationelles musste her, Zeitgenossenschaft war gefragt; doch schon witterten die Uralt-Wagnerianer, den Schock von Götz Friedrichs...