The Power of Love
Ein Sturm tobt an Cornwalls Küste. Wildwüchsig schlagen die d-Moll-Wellen ans felsige Ufer, ungezügelt und mit einer Kraft, die alles wegspült. Trompeten und Hörner, Pauken und Posaunen verquicken einander mit einem satten Streicherklang zu einer fulminanten Fanfare im 6/8-Takt, die gleich zu Beginn dieser Oper eine geradezu archaische Wucht evoziert; beinahe muss man fürchten, es werde hier ein biblischer Zorn entfacht. Doch plötzlich fällt ein Lichtstrahl vom Himmel herab: eine liebliche Floskel in den Violinen.
Die aber wird sogleich wieder vom orchestralen Wind verweht und weicht einem stetig anschwellenden instrumentalen Unwetter, das sich immer stärker aufwirft, bis es schließlich in eine choralartige Apotheose inklusive Orgel mündet: «Kind of empire sound». Eine Musik voller Gewalt, Härten und zugleich voller Zärtlichkeit erklingt an diesem Abend im Opernhaus von Glyndebourne; erklingt, kaum glaublich, erstmals überhaupt (und in französischsprachiger Originalgestalt) an diesem Ort, 116 Jahre nach ihrer Vollendung.
Auch über die Schöpferin des lyrischen Musikdramas «The Wreckers» auf ein Libretto ihres Lebensabschnittsgefährten Henry Brewster (der als Amerikaner in Paris ...
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Opernwelt 8 2022
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Jürgen Otten
Erklingt in diesen Tagen auf einer Opernbühne der «Patria-oppressa!»-Chor aus Giuseppe Verdis «Macbeth», dann «inszeniert» ein Diktator wie Wladimir Putin mit, ganz gleich, was dabei zu sehen ist. Verstärkt wird dieser unangenehme Eindruck noch, wenn, wie zu Sommerbeginn am Theater Freiburg, ein ukrainischer Regisseur das Stück zu deuten versucht. Andriy Zholdak...
Festspielsommer
Die Erleichterung ist spürbar. Und auch hörbar. In Bayreuth wie in Salzburg, in Erl wie in Bregenz, Wildbad und Schwetzingen. Die Sommerfestivals laden vollumfänglich zum Genuss ein. Wie groß er wird, entscheidet sich vor Ort. Wir sind dabei
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Im Alter von acht Jahren stand sie erstmals auf einer Bühne, bereits mit 16 debütierte Irene...
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