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Wenn es um Visionen geht, um die Kraft der Vorstellung von etwas, das nicht ist, aber sein könnte und vielleicht auch sein müsste, dann wird es oft schwierig. Träumen ist etwas anderes. Planen auch. Das Dazwischen sagt viel über innere Kraft, über geistige Größe, über Kommunikationsfähigkeit, den Blick in die Zukunft und einen Realitätsbezug, der vom eigenen Ich...
Ein Entrinnen gibt es nicht. Für niemanden. Nicht einmal für Alexandr Petrovic Gorjancikov, dem der Platzmajor am Ende doch eigentlich die Freiheit schenkt. Und wie alle Gefangenen in Leos Janáceks visionärer Gulag-Oper scheint dieser Gorjancikov schon immer zu der uniformen Masse zu gehören, die während des Vorspiels und zu den finalen Orchestertönen reglos auf...
Das ganze Drama, die ganze Tragik steckt in drei Takten. Wenn man den Sextaufschwung und den fallenden Sekundschritt abzieht, mit denen die Celli, pianissimo, auf jenen berühmten Akkord hinleiten, den Wagner ins Zentrum seiner symphonisch flutenden «Handlung in drei Aufzügen» stellt, sind es sogar nur zwei Takte, die gleich zu Beginn das fatale Glück Tristans und...
