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Opernwelt Mai 2009
Rubrik: Service, Seite 51
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Weitere Beiträge
Doppelt zerrissen

«Von fremden Ländern und Menschen» erzählt Robert Schumann in einer seiner «Kinderszenen», Harald Braun intoniert sie an einem Flügel, in dem kurz darauf ein «Flügelwesen» zu verschwinden droht: eine stimmige Art und Weise, einen Abend lang ein Stück Sehnsucht wie «Das Paradies und die Peri» so in der Schwebe zu halten, als gäbe es zwischen Himmel und Erde Dinge,...

Menschlich, allzu menschlich

Das ganze Drama, die ganze Tragik steckt in drei Takten. Wenn man den Sextaufschwung und den fallenden Sekundschritt abzieht, mit denen die Celli, pianissimo, auf jenen berühmten Akkord hinleiten, den Wagner ins Zentrum seiner symphonisch flutenden «Handlung in drei Aufzügen» stellt, sind es sogar nur zwei Takte, die gleich zu Beginn das fatale Glück Tristans und...

Cleveland im Figaro-Fieber

Die Severance Hall, ein Jugendstilschrein von selten anzutreffender Pracht, wurde 1931 eröffnet. Für einige Zeit hatten in dem Konzertsaal auch szenische Opernaufführungen Konjunktur. Die Sänger agierten auf der Bühne, das Orchester saß im Graben. Nach mehreren konzertanten Opern mit allen Beteiligten auf der Bühne griff Franz Welser-Möst, der amtierende...