Spaß mit Pfeffer
Das war ein kerniger Einstieg. «Verrückt», so lautete diesen Sommer das Motto des Lucerne Festival. Das Luzerner Theater, in das unter der Leitung von Ina Karr ein neues Team eingezogen ist, nahm die Vorgabe beim Wort und wagte sich für die traditionelle Koproduktion mit den Festspielen an Mauricio Kagels «Staatstheater». Mutig war das, weil das kleine Haus über beschränkte Ressourcen verfügt – doch lag gerade darin die Chance.
Denn stolz und selbstbewusst leistet sich die Leuchtenstadt ein Dreispartentheater, und das wusste die Regisseurin Lydia Steier, die im Team um die neue Intendantin als Operndirektorin wirkt, nach Maßen zu nutzen. Sängerinnen und Sänger, Tänzerinnen und Tänzer, Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Orchestermitglieder mischten sich zu einem bunten Haufen an Beteiligten, unter ihnen auch der musikalische Leiter Stefan Schreiber, der zwar Frack trägt, aber laufend am Dirigieren gehindert wird.
Tatsächlich: Grellfarbig geht es zu in dem Tohuwabohu, das Steier zusammen mit den Ausstatterinnen Barbara Lenartz und Sophia Schneider und, als Kostümbildnerin, Jennifer Mosen entwickelt hat. Kagels Partitur ist eine Spielvorlage, an der sich die Kreativität der ...
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Opernwelt November 2021
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Peter Hagmann
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Die Gattungsbezeichnung, die sich John Corigliano für seine nunmehr 30 Jahre junge Fortsetzung von Mozarts «Le nozze di Figaro» wählte, ist überaus vielsagend. Eine «Grand Opéra Buffa» nannte er den 1991 an der New Yorker Met aus der Taufe gehobenen Zweiakter. Die Uraufführung unter James Levine betonte denn auch die gleichsam amerikanisch-französische Devise eines...
